© Sebastian Rose

Nationalpark Sächsische Schweiz

Wilde Natur aus Sandstein

Wer den Nationalpark Sächsische Schweiz erkundet, betritt eine Landschaft wie aus einer anderen Zeit: Zerklüftete Sandsteinfelsen ragen über der Elbe auf, alte Buchenwälder tragen Tafelberge und schmale Pfade führen durch enge Schluchten. Der einzige nicht-alpine Felsennationalpark in Deutschland ist Lebensraum seltener Tiere, wie Schwarzstörche, Wanderfalken, Feuersalamander und Atlantischer Lachse – und natürlich Sehnsuchtsort für Naturbegeisterte. Das Schutzgebiet besteht aus zwei rechtselbischen Teilen: Der kleinere umschließt den Kurort Rathen, während der Hauptteil sich von Bad Schandau Richtung Osten bis zur tschechischen Grenze erstreckt. Entdeckt stille Pfade ebenso wie weltberühmte Höhepunkte.

9350  Hektar

umfasst das Schutzgebiet und ist damit einer der kleinsten Nationalparks der Bundesrepublik.

300  km/h

erreicht der seltene Wanderfalke im Stutzflug entlang der steilen Felsen des Elbsandsteingebirges.

38  Farnarten

bilden florale Kostbarkeiten – darunter die Natternzunge, der Dornige Schildfarn und der Prächtige Dünnfarn.

Das dürft ihr nicht verpassen:

Highlights im Nationalpark

Basteibrücke
© Francesco Carovillano

Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz

Bastei

Erlebt einen Sonnenaufgang an der Bastei – frühmorgens ist an der berühmten Brücke noch nicht so viel los. Und sie ist das Postkartenmotiv der Region. Besonders eindrucksvoll wirkt das in eine grandiose Felsenwelt gebettete Bauwerk, wenn aus dem Elbtal tief unten Nebel aufsteigt. Aber auch sonst ist der Morgen mit seinen sanften, erdigen Farben die beste Zeit für spektakuläre Fotos – und den einen oder anderen meditativen Moment.

Zwei Kletterer auf einer Felsnadel in der Sächsischen Schweiz
© Judith Spancken

Wiege des Freeclimbing

Klettern

Die Sächsische Schweiz gilt als Wiege des Freikletterns in Deutschland. Geklettert wird nach strengen Regeln – ohne Metall-Sicherungen im Fels, nur mit Schlingen und Seil. Die über tausend freistehenden Felstürme ermöglichen Routen für ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Wer keine oder wenig Erfahrung hat, kann geführte Touren bei örtlichen Bergführern buchen und die einzigartige Kletterkultur sicher kennenlernen.

Ein älterer Herr mit einem Mädchen an einer Hörstation sowie ein Junge und ein Mädchen an einer Taststation im NationalparkZentrum Sächsische Schweiz
© Jan Gutzeit

Interaktive Ausstellung

NationalparkZentrum
Sächsische Schweiz

Das NationalparkZentrum Sächsische Schweiz in Bad Schandau zeigt Ausstellungen zur Natur und Kultur der Region. Höhepunkt des Rundgangs: eine Multivisionsschau, die Gäste auf eine berührende Reise durch den Nationalpark mitnimmt. Auf Kinder wartet ein spannender Film, der altersgerecht die Ziele, Verhaltensregeln und Besonderheiten im Nationalpark erläutert. Neben dem NationalparkZentrum gibt es weitere 13 Nationalpark-Infostellen.

Ein Nationalparkführer zeigt auf eine schematische Karte im Nationalpark Sächsische Schweiz
© TMGS / Dennis Stratmann

Natur auf der Spur

Entdeckertouren

Wenn ihr die Natur mit Rangern und zertifizierten Nationalparkführern erkundet, erfahrt ihr viel über die landschaftlichen Besonderheiten im Elbsandsteingebirge und entdeckt jede Menge Details – von April bis Oktober werden regelmäßig thematische Führungen und Veranstaltungen angeboten.
 

Themenpfade & Podcast

Wege zur Wildnis

Die „Wege zur Wildnis“ machen den Wandel im Nationalpark Sächsische Schweiz sicht- und per Podcast sogar hörbar. Wie verändert sich die Natur nach Sturm, Borkenkäfer und Bränden – und wie regeneriert sie? Zwischen umgestürzten Fichten und jungen Trieben wird der Wandel greifbar und konkret.

Malerweg - Wanderweg in der Sächsischen Schweiz, Bio Bäckerei in Schmilka
© Bio- und Nationalparkrefugium Schmilka

Gelebte Traditionen

Nationalparkrefugium Schmilka

Direkt am Elbufer liegt Schmilka – das Nationalparkrefugium mit vielen Fachwerkhäusern, das traditionelles Handwerk lebt. Es gibt dort eine historische Mühle, eine Bio-Bäckerei und eine Bio-Brauerei. Gäste schlafen in liebevoll restaurierten Häusern und starten von hier zu Wanderungen ins Elbsandsteingebirge.

© René Gaens
Hier wird der Wald spielerisch erklärt: die Waldhusche in Hinterhermsdorf.

Extra-Tipp

Naturerlebnis für die ganze Familie

Was ist eigentlich ein Holzriese? Wie funktioniert Naturverjüngung, und wozu wurden früher Wildzäune gebaut? Die Waldhusche in Hinterhermsdorf ist ein tolles Ausflugsziel für Familien. Auf einem rund 66 Hektar großen Freigelände verbinden vier Themenwege technische Anlagen der alten Forstwirtschaft mit interaktiven Elementen und Naturstationen. Hier können Kinder nach Herzenslust klettern, spielen und toben, während die Erwachsen die verschiedenen Stationen erkunden und spielerisch mehr über die Flora und Fauna des Waldes erfahren.

 

 

Unterkünfte in der Sächsischen Schweiz

Streifzüge durch die Natur

Aktivurlaub im Nationalpark

  • Wandern auf dem Malerweg – ein mehrtägiger Wander-Klassiker: Auf dem berühmten Fernwanderweg entdeckt ihr auf acht Etappen die spektakulärsten Aussichten des Elbsandsteingebirges – perfekt für alle, die Natur mit Kultur verbinden möchten. Auf den Spuren romantischer Künstler wie Caspar David Friedrich bietet die Route weite Ausblicke, wildromantische Schluchten und wilde Natur. Als Startpunkt bietet sich Pirna an, Übernachtungen unterwegs sind gut möglich.

     

  • Radfahren auf dem Elberadweg – Die Felsformationen der Sächsischen Schweiz vom Fluss aus erleben: Die pitoreske Strecke begeistert euch mit Panoramablicken auf Tafelberge, charmanten Dörfern und bietet familienfreundliche Stopps entlang der Elbe. Reizvoll ist zum Beispiel eine Rundtour entlang des Stroms von Bad Schandau bis nach Wehlen und auf teilweise anderen Wegen wieder zurück. Die knapp 34 Kilometer sind gut in einem halben Tag zu bewältigen, es bleibt also viel Zeit zum Staunen und Genießen. ✓ Barrierefrei Tipp

     

  • Auf dem Wasser – Paddeln und Kanufahren auf der Elbe: Die etwa 30 Flusskilometer zwischen dem Nationalparkrefugium Schmilka und Pirna gelten als landschaftlich besonders ungewöhnlich: Kanufahrer und Paddler erleben hier das Elbsandsteingebirge ganz gemächlich aus der Flussperspektive. Der Abschnitt ist zudem einsteigerfreundlich, die Strömung ist meist moderat. Verleiher vor Ort bieten Touren und Ausrüstung an. Wichtig sind Schwimmwesten und auch ein Blick auf die aktuellen Pegelstände.

© Michael Corso
Gelbe Straßenbahn fährt mit Personen bestzt durch den Nationalpark Sächsische Schweiz
© S. Grosser
Absolutes Highlight: die historische Kirnitzschtalbahn.

Unser Tipp

Ein absolutes Muss: Die historische Kirnitzschtalbahn verbindet Technikgeschichte mit Naturerlebnis. Seit über hundert Jahren gondelt die Straßenbahn durch das enge Tal und ist selbst längst ein Stück Regionalgeschichte geworden. Eine Fahrt lohnt sich besonders für Familien und für alle, die ihre Wanderung entspannt gestalten möchten. Unterwegs gibt es nämlich zahlreiche Einstiegs- und Ausstiegsmöglichkeiten für individuelle Touren.

  • Die einzige Straßenbahn weltweit, die in einen Nationalpark einfährt.

  • Die Fahrt mit der Kirnitzschtalnbahn ist in der Gästekarte mobil inkludiert.

  • Die neun Haltestellen von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall sind ideale Ausgangspunkte für erlebnisreiche Wanderungen im Nationalpark.

Events

Veranstaltungen im Nationalpark

Unterwegs im Nationalpark 

Lage und Mobilität

Anreise

Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist per Fernverkehr bequem mit der Bahn über Dresden und den Nationalparkbahnhof Bad Schandau direkt an den Fernverkehr angebunden. Alle anderen Orte sind von hier aus per S-Bahn, Bus oder Fähre bequem erreichbar. Mit der Gästecard mobil, die ihr in vielen Übernachtungsbetrieben ausgehändigt bekommt, könnt ihr kostenfrei den öffentlichen Nahverkehr in der Sächsischen Schweiz nutzen. 

  • Pirna – Dresden: 30 km

  • Pirna – Leipzig: 133 km

  • Pirna – Prag: 138 km

Reiseberichte aus unserem Blog

Geschichten zur Sächsischen Schweiz

Was ist eigentlich ein Nationalpark?

Natur Natur sein lassen, heißt der wichtigste Grundsatz in Nationalparks – einzigartige Landschaften, die besonders schutzwürdig sind. Der Mensch beschränkt sich dort weitgehend auf die Rolle des staunenden und lernenden Beobachters. Nationalparks sind nicht nur faszinierende Rückzugsorte für seltene Tier- und Pflanzenarten. Sie sind auch idyllische Erholungwelten für Gäste. Es gelten dort besondere Verhaltensgebote: auf den Wegen bleiben, nichts pflücken und nichts mitnehmen sowie keine Spuren hinterlassen. Hunde dürfen im Nationalpark nicht ohne Leine laufen. So bleibt die wilde Natur dort möglichst intakt.

Natur schützen heißt Verantwortung übernehmen: Im Nationalpark gelten besondere Regeln.