© Francois Thierens

Nationale Naturlandschaften

Sachsens unberührte Seiten

Einmalig – 6 Mal pures Naturerlebnis in Sachsen

Nationale Naturlandschaften in Sachsen

Wo gibt es das noch – weite, unberührte Natur? In Sachsen gleich sechsmal. Ein Nationalpark, ein Biosphärenreservat, drei Naturparks und ein Wildnisgebiet tragen seit über 30 Jahren das Prädikat „Nationale Naturlandschaft“. Diese Schutzgebiete spiegeln die große Vielfalt der sächsischen Natur wider – von schroffen Felsen und Berggipfeln über geheimnisvolle Moore und Teichlandschaften bis hin zu alten Wäldern. Natur lässt sich dort besonders intensiv erleben. Auf Rad- und Wanderwegen, Naturerlebnispfaden oder vom Wasser aus per Kanu oder Floß lassen sich seltene Tiere und Pflanzen beobachten. Besucherzentren, Aussichtstürme und Beobachtungspunkte öffnen den Blick für das große Ganze und die liebenswerten Details. Großschutzgebiete sind gleichzeitig Orte der Stille. Wer sich auf sie einlässt, spürt, wie der Alltag Stück für Stück pausiert.

Luftbild einer grünen Auenlandschaft im Wildnisgebiet Königsbrücker Heide
© NSG Königsbrücker Heide/Dirk Synatzschke
Wusstet ihr, dass die Nationalen Naturlandschaften Sachsens rund 14 Prozent der Fläche des Freistaates umfassen?

Nationale Naturlandschaften in Zahlen

2.500  km²

Sachsens gehören zu den Nationalen Naturlandschaften.

9.350  Hektar

umfasst der Nationalpark Sächsische Schweiz und ist damit einer der kleinsten Nationalparks der Bundesrepublik.

2016

wurde die Königsbrücker Heide als erstes Wildnisgebiet Deutschlands nach den Richtlinien der IUCN ausgewiesen.

301  km²

umfasst das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands, das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.

10,8  Prozent

der Landesfläche Sachsens belegen allein die drei Naturparke.

Was sind Nationale Naturlandschaften?

Knapp 2.500 Quadratkilometer Sachsens gehören zu den Nationalen Naturlandschaften. Sie repräsentieren bedeutende Landschaftsräume mit großer biologischer Vielfalt, wertvollen Kulturlandschaften und einzigartigen Naturerlebnissen. Als Nationalpark, Biosphärenreservat, Wildnisgebiet und Naturparks sichern sie seltenen Tier- und Pflanzenarten geschützten Lebensraum. Zugleich leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung – mit dem Ziel, Natur zu bewahren und erlebbar zu machen. 

Fliegende Kraniche im Naturpark Dübener Heide
© NP Dübener Heide/Volker Friedrich
Schützenswerte Vielfalt: 6 Mal pures Naturerlebnis in Sachsen
© Sebastian Rose

Highlights

Nationalpark Sächsische Schweiz

Highlights

UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

© Czech Vibes
© NSG Königsbrücker Heide/Thomas Bittner

Highlights

Wildnisgebiet Königsbrücker Heide

  • Das einzige von der IUCN ausgewiesene Wildnisgebiet Deutschlands ist Lebensraum seltener heimischer Wildtiere. Gleich sieben Fledermaus- und 111 Vogelarten, 132 Moos- und 157 Flechtenarten finden hier einen geschützten Lebensraum.

  • Nur bei Themenführungen und geführten Bustouren kommt ihr in sonst gesperrte Zonen, um die Tier- und Pflanzenwelt intensiv kennenzulernen.

  • Die Königsbrücker Heide ist kein klassisches Wanderrevier – und genau das macht ihren Reiz aus. Auf ausgewiesenen Besucherpfaden und Radrundwegen erlebt ihr stille Wälder, offene Heideflächen und weite Himmel.

Highlights

Drei Naturparks in Sachsen

  • Naturpark Zittauer Gebirge: Kaum eine Landschaft vereint auf so kleinem Raum eine vergleichbare Vielfalt. Bizarr geformte Sandsteinfelsen, vulkanische Berge, urige Buchenwälder und artenreiche Bergwiesen bilden eine außergewöhnliche Kulisse. Mehr als 30 Aussichtspunkte eröffnen immer neue Perspektiven auf das kleinste Mittelgebirge Deutschlands – einen wertvollen Lebensraum für Schwarzstorch, Wanderfalke und viele weitere seltene Arten.

  • Naturpark Erzgebirge/Vogtland: Entlang des Erzgebirgskamms erstreckt sich eine Mittelgebirgslandschaft voller Kontraste. Blühende Bergwiesen leuchten zwischen dunklen Wäldern, stille Hochmoore bewahren seltene Arten und von den Gipfeln schweift der Blick weit über das Mittelgebirge. Über allem erhebt sich der Fichtelberg, Sachsens höchster Berg. Seltene Lebensräume und die enge Verbindung von Natur und einer jahrhundertealten Kulturlandschaft verbinden sich an der Grenze zu Tschechien zu einem einzigartigen Erlebnis.

  • Naturpark Dübener Heide: Nebelschleier ziehen über Moore, Heidebäche schlängeln sich durch urige Wälder und zwischen den Baumkronen erklingen die Rufe der Kraniche. Als einer der größten zusammenhängenden Mischwälder Mitteldeutschlands ist die Dübener Heide ein Rückzugsort für seltene Tiere und ein Paradies für Naturbeobachtungen. Besonders im Herbst wird die Landschaft zur Bühne eindrucksvoller Naturschauspiele, wenn Kraniche rasten und die Hirschbrunft die Wälder erfüllt.

© Andreas Krone
Rehbock im Wald des Naturpark Dübener Heide
© NP Dübener Heide/Volker Friedrich

Natur ist ein wertvoller Schatz – und das Zuhause vieler Wildtiere und besonderer Pflanzen. In Großschutzgebieten gelten daher besondere Regeln. Als Gäste solltet ihr die Wege nicht verlassen, Tiere nicht stören, Pflanzen nicht pflücken und mitnehmen. Wer die Natur respektvoll genießt und Abstand zu Tieren hält, der trägt zum Erhalt sensibler Lebensräume bei. Das schafft ein gutes Miteinander von Mensch und Natur. So bleiben die wilden Landschaften Sachsens lebendig – und ihre Schönheit für kommende Generationen bewahrt.

Wie verhält man sich in Schutzgebieten?

  • Bleibt auf den markierten Wegen. In den Kernzonen nutzt bitte ausschließlich diese Wege (Wegegebot). 

  • Wenn Wege zum Schutz der Natur gesperrt sind, danken wir euch für euer Verständnis und eure Kooperation.

  • Feuer und Rauchen sind nicht gestattet. So schützt ihr die Natur vor Schäden.

  • Lasst alles so, wie ihr es vorgefunden habt: Pflanzen, Tiere und Steine gehören hierher.

  • Parkt bitte nur auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen.

  • Camping und freies Übernachten sind generell nicht gestattet. Eine Ausnahme sind die Boofen im Nationalpark Sächsische Schweiz, die ausschließlich Klettersportlerinnen und Klettersportlern vorbehalten sind. Aus Naturschutzgründen gilt jährlich vom 1. Februar bis 15. Juni ein temporäres Boofen-Verbot.

  • Nehmt euren Müll – auch Essensreste und Taschentücher – wieder mit und helft dabei, die Natur sauber zu halten.

  • Hunde sind willkommen, müssen jedoch stets an der Leine geführt werden. Das schützt Tiere und Pflanzen und sorgt für Rücksichtnahme gegenüber anderen Besucherinnen und Besuchern.