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Aus dem Reiseland Sachsen

Sonderausstellung im Bach-Museum Leipzig

Motiv der Ausstellung zu jüdischem Leben im Bach-Museum Leipzig
© Bach-Museum Leipzig

Spurensuche zwischen Musik und jüdischem Leben

Leipzig zeigt sich von einer besonderen Seite: Im Rahmen von TACHELES 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen öffnet das Bach-Museum Leipzig eine außergewöhnliche Sonderausstellung, die Musikgeschichte und jüdisches Leben auf bewegende Weise miteinander verbindet. Die Schau lädt bis zum 13. Dezember 2026 dazu ein, verborgene Geschichten zu entdecken – von Bach-Begeisterung jüdischer Familien über Sammelleidenschaft bis zu den dunklen Kapiteln der Geschichte.

Leipzig – wo Bach und jüdische Kultur aufeinandertreffen

Das Bach-Museum Leipzig begibt sich auf eine einzigartige Spurensuche in der eigenen Sammlung. Was dabei zum Vorschein kommt, überrascht und berührt zugleich: Bücher aus Bachs Bibliothek geben Einblick in zeittypische Haltungen gegenüber Juden. Musikalien erzählen von der tiefen Bach-Verehrung jüdischer Familien im 18. und 19. Jahrhundert – und von ihrer Leidenschaft, sein Werk zu bewahren und weiterzugeben.

Besonders eindrucksvoll: Einige der wertvollsten Bachiana im Bach-Archiv verdanken wir den jüdischen Sammlern Max Abraham (1831–1900) und Henri Hinrichsen (1868–1942). Die Ausstellung würdigt ihr Wirken und führt in die bewegte Geschichte der Musikbibliothek Peters ein – eine Geschichte voller Leidenschaft, Verlust und Erinnerung.

Zwei Teile – eine vielschichtige Geschichte

Teil 1: Sonderausstellung in der Schatzkammer

In der Schatzkammer des Museums wird die Spurensuche lebendig: Originale Objekte, historische Dokumente und persönliche Zeugnisse erzählen von jüdischer Musikpraxis, von Sammelleidenschaft und von den Verbrechen der Nationalsozialisten. Auch die zaghafte Wiederannäherung nach 1945 wird thematisch beleuchtet.

Teil 2: Temporäre Stationen in der Dauerausstellung

Ergänzend durchziehen temporäre Stationen die Dauerausstellung und erweitern den Blick auf vielfältige Aspekte jüdischen Lebens.

Begleitprogramm: Konzertreihe zur Ausstellung

Ergänzend zur Ausstellung bietet das Bach-Museum eine eigene Konzertreihe, die die Themen musikalisch erlebbar macht. Lasst euch von den Klängen berühren und taucht noch tiefer in die Geschichte ein.

Ein Besuch, der bewegt

Die Ausstellung „Jüdisches Leben und die Musikerfamilie Bach" ist mehr als eine klassische Museumsschau. Sie ist eine Einladung, genau hinzuschauen, zuzuhören und sich mit Fragen von Identität, Erinnerung und kulturellem Erbe auseinanderzusetzen. Perfekt für alle, die Kultur mit Tiefgang suchen – und Leipzig als Ort der Begegnung neu entdecken möchten.

Unterstützt wird die Ausstellung von der Szloma-Albam-Stiftung und der Holger Koppe-Stiftung.

Leipzig – Musikstadt mit Tiefgang

Leipzig ist weit mehr als die Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs. Die Stadt ist ein lebendiges Zentrum der Musikgeschichte – vom Thomanerchor über das Gewandhaus bis hin zu den zahlreichen Festivals und Konzerten, die das ganze Jahr über erklingen. Mit der Sonderausstellung im Bach-Museum wird nun ein weiteres wichtiges Kapitel erzählt: die Verbindung zwischen jüdischem Leben und Musikkultur, die Leipzig über Jahrhunderte mitgeprägt hat.

TACHELES 2026 macht jüdische Kultur in ganz Sachsen sichtbar – und Leipzig steht im Zentrum dieser Bewegung. Die Ausstellung ist Teil eines landesweiten Programms, das Geschichte lebendig macht und zum Dialog einlädt.

 

Weiterführende Informationen

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Details zu Leipzig

Website des Bach-Museums

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Sachsen – immer eine Reise wert

Nutzt die Gelegenheit, am Rande dieser Veranstaltungen das Reiseland Sachsen noch besser kennenzulernen und verbindet den Besuch eines Events mit einem Städte-Trip in Sachsens kleine und großen Stadtschönheiten oder einen erholsamen Ausflug in die reizvolle Natur Sachsens.