© Ronny Schwarz, Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Etappentour Radfernweg Sächsische Mittelgebirge und Erzgebirgsradmagistrale

Auf einen Blick

  • Start: Schöna, am Elberadweg
  • Ziel: Decin (Elberadweg)
  • mittel
  • 407,03 km
  • 1 Tag 7 Std. 20 Min.
  • 6425 m
  • 1175 m
  • 121 m

Grenzenlos unterwegs im Erzgebirge – Sachsen und Böhmen entdecken! Zwei Radrouten – ein europäischer Gedanke: Auf sächsischer Seite der neu beschilderte, 244 Kilometer lange Abschnittes des Radfernweg „Sächsische Mittelgebirge“ I-6,  zwischen Reinhardtsdorf-Schöna und Eibenstock. Auf der böhmischen Seite 170 Kilometer der tschechischen „Krušnohorská magistrála“ číslo (č.) 23 („Erzgebirgsmagistrale“ Radweg Nummer 23) zwischen Jelení und Děčín . Traumhafte Kulissen, Entspannung und  Entdeckungen für E-Biker und Trekkingfahrer– und jeden anderen, der interessiert ist an Natur, Kultur und Spaß ohne Grenzen. Entdecken Sie die sächsische und böhmische Seite des Erzgebirges in 9 spannenden Tagesetappen!

 

Radfernweg „Sächsische Mittelgebirge“ Raue Idylle mit sanftem Charakter

Herzlichkeit und Heimatverbundenheit auf der einen Seite, wilde Romantik auf der anderen. In der höchstgelegenen Region des Freistaates Sachsen zeigen sich auch auf dem Radfernweg „Sächsische Mittelgebirge“ die unterschiedlichsten Szenerien: Naturfreunde geraten angesichts der idyllischen Wald- und Bergwiesen, Auen und Flusstäler ins Schwärmen. Kunst- und Kulturliebhaber wiederum sind fasziniert von den traditionellen, handwerklichen Fertigkeiten und den zahlreichen geschichtlichen Spuren.

Spannend und abwechslungsreich gestaltet sich seine Streckenführung. von Plauen entlang des Vogtlands, des Elstergebirges, des Erzgebirges, der Sächsischen Schweiz, des Lausitzer Berglands sowie des Zittauer Gebirges bis nach Zittau selbst. Etwa 500 Kilometer umfasst die gesamte  Route „Sächsische Mittelgebirge“, bezeichnet als Radfernweg „I-6“.

Nationaler Radfahrspaß mit internationalen Optionen

244 Kilometer zwischen Reinhardtsdorf-Schöna und Eibenstock –zeigen seit dem Herbst 2014 eine einheitliche und durchgängige Markierung auf. Ein leuchtend orangefarbenes Radfahrersymbol weist dem Wanderer den Weg über Straßen und befestigte Waldwege.

Bildungs-, Kur- und Kurzurlaub auf zwei Rädern

Highlights gibt es auf dem Radfernweg „Sächsische Mittelgebirge“ I-6 zuhauf – und auf allen Ebenen. Ganz oben, auf den Gipfeln der Hügel und Berge, laden etliche Türme zu einer atemberaubenden Panorama-Aussicht ein. Das können gebaute sein, wie zum Beispiel der Bismarckturm bei Berggießhübel, oder jener auf dem 824 Meter hohen Geisingberg. Gewachsene Felstürme hingegen sind etwa bei Rosenthal-Bielatal zu finden.

Schaubergwerke, wie beispielsweise in Marienberg, Altenberg und Bad Gottleuba wiederum lassen zum Teil tief blicken: in die Bergbaugeschichte der Region genauso wie in deren Einfluss auf die umliegende Landschaft. Auch historisch bedeutungsvolle Orte und architektonische Kleinode, unter ihnen das Schloss Schwarzenberg sowie des Freistaates größte Hallenkirche der Spätgotik in Annaberg-Buchholz, liegen auf dem Weg.

Dazwischen: Spiel und Abenteuer, wie in Eibenstock, Seiffen oder Altenberg. Und immer wieder sensationelle Naturwunder, wie Sachsens älteste und wärmste Heilquelle in Wolkenstein, das Felsengebiet in Rosenthal-Bielatal oder die „Orgelpfeifen“ am Scheibenberg.

 

Radmagistrale Erzgebirge Der Kamm auf böhmischer Seite

Um die 250 Kilometer lang ist sie insgesamt, die „Erzgebirgsmagistrale“. Im Westen beginnt sie in Cheb (Eger) und durchquert von da ab den gesamten nordwestlichen Teil der Tschechischen Republik bis nach Děčín (Tetschen) im Osten.

Natur, Geschichte und Zweiradvergnügen vom Feinsten – all das ist die Radfernroute „Krušnohorská magistrála“ číslo (č.) 23 („Erzgebirgsmagistrale“ Nummer 23). Sie beginnt im Westen in Cheb (Eger), oder noch genauer in der Nähe der Talsperre Skalka u Chebu (Skalka bei Eger). Dann führt sie durch den altehrwürdigen Kurort Františkovy Lázně (Franzensbad) bis Kraslice (Graslitz), von wo aus anschließend ein steiler Anstieg auf den Kamm  erfolgt. Weiter geht es nach Horní Blatná (Bergstadt Platten), dem Paradebeispiel einer Bergstadtanlage, die anschaulich aufzeigt, wie im 16. Jahrhundert derlei Areale geplant und gebaut wurden.

Oben auf dem 1.043 Meter hohen Blatenský vrch (Plattenberg) ermöglicht der Aussichtsturm „Zitina rozhledna“ einen fantastischen Panoramablick in die umliegende Landschaft. Auch können hier spannende und aufschlussreiche Relikte des früheren Zinnabbaus, wie zwei Pingen sowie der zwölf Kilometer lange, wassergeführte Blatenský příkop (Plattner Kunstgraben) entdeckt werden.

Sportlich darf mitunter auch bequem sein

Ein weiteres buchstäbliches Highlight auf der Magistrale ist Boží Dar (Gottesgab). Denn mit einer Meereshöhe von 1.028 Metern gilt die Stadt als höchstgelegene Mitteleuropas. Hier wohnt auch der tschechische Langläufer Lukáš Bauer, der von den Olympischen Winterspielen 2006 und 2010 drei Medaillen mit nach Hause brachte.

Wer nach Erholung sucht, ist in dieser Landschaft ebenfalls richtig. Denn das Gebiet mit seinem etwa drei Kilometer langen Lehrpfad durch das Torfmoor Božídarské rašeliniště (Gottesgaber Hochmoor) ist zum Relaxen und Loslassen schlicht ideal.

Auf diese Weise Energie getankt kann es ein paar Schritte weiter hinauf gehen. Denn weist schon Sachsens höchster Gipfel, der Fichtelberg, stolze 1.215 Meter auf, so ist sein tschechisches Pendent, der Klínovec (Keilberg), dem Himmel noch ein bisschen näher. Mit seinen 1.244 Metern ist er der Größte im Erzgebirge. Ist also er einmal geschafft, verlaufen die weiteren Abschnitte auf dem Kamm wieder weitaus bequemer. Wer beispielsweise geschichtlich neugierig ist, kann auf dem Weg in Měděnec (Kupferberg) einen kleinen Stopp einlegen und den Bergbaustollen Panny Marie Pomocné (Maria-Hilf) besichtigen.

Vom sagenumwobenen Mückentürmchen und anderen Gö(h)ren

Etappenweise geht es anschließend der Talsperre Přísečnice (Preßnitz) entlang nach Hora Svatého Šebestiána (Sankt Sebastiansberg) an der deutsch-tschechischen Grenze. – Die ist auf der gesamten Strecke gleich mehrmals zum Greifen nah. – Die Areale um Klíny (Göhren), Nové Město (Neustadt) und Mikulov (Niklasberg), die nun auf dem Weg liegen, werden insbesondere Radler mögen, die auch wintersportbegeistert sind.

Die nächste Talsperre auf der Magistrale, beziehungsweise deren hohler Damm, ist die von Fláje (Fleyh). Der ingenieurstechnisch beeindruckende Bau ist in Tschechien der einzige seiner Art. Und bald wartet noch eine Besonderheit des Landes auf: die älteste und zudem längste Seilbahn ohne Zwischenstation. Sie führt hinauf auf den Gipfel des Komáří hůrka (Mückentürmchen). Der Berg, der seinen Namen einer Sage verdankt, ist mit 807 Metern einer der höchsten des Osterzgebirges. Seine Lage an einem Steilabfall nordöstlich von Krupka (Graupen) und südöstlich von Cínovec (Böhmisch Zinnwald) erlaubt einen fantastischen Ausblick auf das České středohoří (Böhmisches Mittelgebirge).

Bevor die „Erzgebirgsmagistrale“ dann in Děčín (Tetschen) endet und an den „Elberadweg“ anknüpft, gibt es noch eine letzte lohnende Auffahrt: Der Aussichtsturm, der auf dem Gipfel des Děčínský Sněžník (Tetschner Schneeberg) thront, gilt als einer der architektonisch schönsten in der Tschechischen Republik.

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