Winterwandern in der Sächsischen Schweiz
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Kurort Rathen – Über die Bastei nach Wehlen
Auf dieser Winterwanderung erkundet ihr das „Goldene Dreieck“ zwischen Rathen, Wehlen und der Bastei. Los geht‘s am Bahnhof des Kurorts Rathen. Von dort sind es nur 100 Meter bis hinunter zur Fähre, die im Zehn-Minuten-Takt übersetzt. Im Januar und Februar könnt ihr dabei den Eisschollen hinterherschauen, die auf der Elbe in Richtung Dresden gleiten. Am rechten Elbufer angekommen, folgt ihr der Ausschilderung in Richtung Bastei. Links von der Straße führen Treppen steil bergauf. Ab der Hälfte des Wegs wandert ihr auf dem von rechts kommenden Malerweg weiter – und dann seid ihr auch schon oben.
Der schönste von vielen spektakulären Blicken auf die Basteibrücke und die vom Schnee konturierte Felslandschaft bietet sich von der Ferdinandaussicht. Stärken könnt ihr euch im Panoramarestaurant oder am Kiosk direkt dahinter, der auch mitten im Winter frischen Baumstriezel oder eine knackige Bockwurst serviert.
Zurück nach Wehlen findet ihr auf dem Malerweg, der kurz hinter dem Panoramahotel links in den Wald führt. Nehmt euch Zeit für den Abstieg und seid vorsichtig. Die Wege sind im Januar und Februar oft vereist.
Infos für eure Planung
- Schwierigkeit: Mittel
- Länge: 7,69 km
- Dauer: 2:45 Stunden
- Start / Ziel: Wanderparkplatz oder Bahnhof Kurort Rathen / Bahnhof Stadt Wehlen
- ÖPNV-Anreise: S1 bis Bf. Kurort Rathen (Anreise) / S1 ab Bf. Stadt Wehlen (Abreise)
- Einkehrmöglichkeiten: Berghotel & Panoramarestaurant Bastei, Hotel & Restaurant Amselgrundschlösschen
Kirnitzschtal – Zum Felsentor „Kuhstall” am Wildenstein
Ihr sucht ein kleines Naturabenteuer mit großem Freiheitsgefühl? Dann ist diese Route perfekt für euch. Der Aufstieg zum Felsentor beginnt an einer kleinen Brücke am Parkplatz „Lichtenhainer Wasserfall“. Der liegt direkt gegenüber, stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde angelegt, um den sich gerade entwickelnden Tourismus in der Sächsische Schweiz weiter anzukurbeln. Heute wirkt er eher wie eine Kuriosität – aber wenn ihr einen richtig kalten Wintertag erwischt, könnt ihr um die Wette Eiszapfen zählen. Dann geht’s aber wirklich los.
Nach einer reichlichen halben Stunde Weg bergauf durch den Wald erreicht ihr den schönsten „Balkon“ der Sächsischen Schweiz. Durch das mächtige Steintor blickt ihr auf eine in Dunst und Nebel gehüllte Landschaft, aus der frostglitzernde Felsentürme aufragen. Auf wilde und ursprüngliche Wälder, Schluchten und zerklüftete Sandsteinformationen.
Wer nicht unter Platzangst leidet, erkundet vor der Einkehr in die muckelige historische Bergwirtschaft noch die Himmelsleiter – einen schmalen Felsspalt, der nur Platz für einen Menschen bietet. Danach geht es auf befestigten Wegen bergab. Zurück zum Parkplatz kommt ihr mit dem Bus (3 Stationen) oder zu Fuß entlang der Straße.
Infos für eure Planung
- Schwierigkeit: Mittel
- Länge: 3,73 km
- Dauer: 1:45 Stunden
- Start / Ziel: Parkplatz Lichtenhainer Wasserfall (Rundweg)
- ÖPNV-Anreise: S1 bis Bad Schandau, dann Kirnitzschtalbahn oder Bus 241 bis Lichtenhainer Wasserfall
- Einkehrmöglichkeiten: Gaststätte & Pension Lichtenhainer Wasserfall, Bergwirtschaft Am Kuhstall
Hohnstein – Zur Brandaussicht
Hohnstein ist kein Geheimtipp, aber auch kein Besuchermagnet wie Rathen oder Königstein. Kein Ausflugsgewimmel, keine Souvenirshops, dafür viel Ruhe und Gelassenheit. Die kleine Stadt mit der großen Burg liegt auf einer Hochfläche über dem Polenztal und eignet sich hervorragend als Startpunkt für Wanderungen – zum Beispiel zur Brandaussicht. Die gilt, weil sie nur zu Fuß erreichbar ist, als stille Alternative zu den großen Attraktionen der Region.
Vom Markt aus folgt ihr einfach dem mit einem grünen horizontalen Balken gekennzeichneten Wanderweg. Wenn ihr nach ca. 300 m einen kleinen Haken nach rechts schlagt, durch steile Gassen bergauf, eröffnet sich ein imposanter Blick auf die Burg. Danach folgt ihr dem Weg weiter bis zum Senioren-Pflegeheim am Ende der Stadt, biegt rechts ab, lauft ca. 20 Minuten durch den Wald und folgt immer der Ausschilderung Richtung Brand. Auf der Hälfte des Wegs biegt der Weg auf den Malerweg ein.
Nach weiteren fünfzehn Minuten seid ihr am Ziel und genießt einen 180°-Panoramablick – mit dem Lilienstein und der Festung Königstein im Zentrum. Nirgendwo sonst hat man einen so guten Überblick über die Landschaft der Sächsischen Schweiz. Den könnt ihr übrigens auch in der Baude bei Kaffee und Kuchen oder Böhmischen Knödeln genießen, bevor ihr euch auf den Heimweg macht und bis Hohnstein einfach immer geradeaus lauft.
Infos für eure Planung
- Schwierigkeit: leicht
- Länge: 7,14 km
- Dauer: 2 Stunden
- Start / Ziel: Marktplatz Hohnstein (Rundweg)
- ÖPNV-Anreise: S1 bis Pirna, dann Bus 237 bis Haltestelle Hohnstein Markt
- Einkehrmöglichkeiten: Brand-Baude Bergwirtschaft
Winterwanderkarte der Sächsischen Schweiz (2025/2026)
Für die Wintersaison präsentiert die Sächsische Schweiz ihre aktualisierte Winterwanderkarte mit 35 abwechslungsreichen Routen – von entspannten Spaziergängen bis zu anspruchsvolleren Wanderungen. Jede Strecke hält mindestens eine geöffnete Einkehrmöglichkeit bereit, sodass ihr unterwegs jederzeit eine Pause einlegen könnt.
Ein besonderes Highlight: Erstmals sind 20 Winterspaziergänge entlang des Malerwegs in der Karte enthalten. Sie führen zu markanten Aussichtspunkten und bekannten Felsformationen wie der Kaiserkrone, dem Papststein, der Gautschgrotte, dem Uttewalder Grund, dem Kuhstall, dem Wolfsberg und der Festung Königstein. Perfekt für kürzere Touren durch die winterliche Landschaft des Elbsandsteingebirges.
Die Schwierigkeitsgrade der Touren sind nach dem bekannten Farbsystem auf der Karte gekennzeichnet:
- Blau: einfache Touren – meist flach, gut begehbar und oft geräumt.
- Rot: mittelschwere Wanderungen – mit Steigungen und Passagen, die bei Tiefschnee herausfordernder sein können.
- Schwarz: anspruchsvolle Routen – führen über steile Anstiege, Treppen und schmale Pfade; bei Schnee und Eis teilweise schwer passierbar.
Also, zieht euch warm an, packt Thermoskanne und Proviant ein – und entdeckt die Sächsische Schweiz in ihrer winterlichen Pracht!
Eine Tour, die ich bestimmt einmal ausprobieren werde, ist von Königstein über Pfaffendorf auf den Pfaffenstein hinauf, um dort den wunderbaren Blick ins Umland zu genießen. Nach dem Abstieg geht es weiter um den Quirl und wieder nach Königstein zurück. Dort lohnt es sich noch Zeit für einen Besuch auf der Festung Königstein einzuplanen oder eine Runde auf der Eisbahn von Kanu Aktiv Tours zu drehen.
Die Winterwanderkarte der Sächsischen Schweiz könnt ihr hier bestellen.
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