Ausstellung "Sichtbarmachen - Spuren jüdischen Engagements"
Als künstlerische Intervention und Visualisierung der Ergebnisse steht Lehavis Werk Leerstellen sichtbarmachen dem Stiftermosaik von Stephan Huber im Foyer des MdbK gegenüber. Das Tafelmosaik, das er 2004 für den Neubau des Museums erarbeitete, vereint Förderinnen und Förderer des Museums aus drei Jahrhunderten in einem Gruppenporträt. Das Historienbild fungiert dabei sowohl als Erinnerung an die Stiftungsmentalität der Bürgerinnen und Bürger Leipzigs im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert als auch als Einladung, an diese Tradition künftig anzuknüpfen.
Leerstellen sichtbarmachen erweitert das Bild der abgebildeten Stifterinnen und Mäzene um die jüdischen Protagonistinnen und Protagonisten und macht deutlich, dass Wissen und Geschichte abhängig von der sie leitenden Fragestellung ist. Shlomit Lehavi arbeitet gattungsübergreifend und kombiniert traditionelle Techniken mit medienkünstlerischen Methoden. Leerstellen sichtbarmachen – eine Installation aus digitalen Zeichnungen, die auf einem transparenten Bildschirm präsentiert werden – steht an der Schnittstelle von Video, Zeichnung und interaktiver Kunst. Die Arbeit fügt sich räumlich in das Foyer ein und schafft einen Erinnerungsort im MdbK.
Die recherchierten Biografien werden den Besuchenden als Audiodateien in einer Hörstation vor Ort und online zugänglich gemacht. Die Texte wurden zusammen mit Sharon Adler erstellt, die sie auch in Deutsch und Englisch eingesprochen hat und so den ehemaligen Leipziger Familien ihre Stimme leiht. Leerstellen sichtbarmachen lädt die Besuchenden zum Innehalten, Agieren und Beobachten ein und bietet die Möglichkeit, tief in vergessene Familiengeschichten einzutauchen.
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Autor:in
Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Organisation
Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
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