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es einst gewesen sein könnte. Damit erhalten Besucher die Möglichkeit, das beeindruckende Bauwerk in seiner Gesamtheit zu erkunden und dabei auch Einblicke in die Zeit und das Leben der Zittauer Mönche zu gewinnen.
Ein Bau voller Geheimnisse
Einen wichtigen Anteil daran hat die Sanierung der Klosterkirche, die seit 2017 als Ausstellungsort eines sagenhaften und unbedingt sehenswerten Epitaphienschatzes dient.
Der wahrscheinlich älteste Teil der Kirche liegt allerdings etwas abseits: Die unauffällig gestaltete „Nikolaikapelle“ neben dem lichten, hohen Kirchenschiff dient heute als Sakristei. Sie wird auf das mittlere 13. Jahrhundert datiert, was eng mit der Klostergründung zwischen 1260 und 1270 zusammenfällt. Ab dieser Zeit war die wachsende Anlage für zweieinhalb Jahrhunderte das Heim der Franziskaner in Zittau.
Die Spuren ihres klösterlichen Lebens sind bis heute nachvollziehbar, wenn man die Kirche durch eine Seitentür verlässt. Dann nämlich steht der Besucher in einem verwinkelten Treppenaufgang, der auch ins Nachbargebäude führt. Der benachbarte Ostflügel dient seit vielen Jahren als Zuhause des Zittauer Stadtmuseums.
Das lohnt den Besuch nicht allein wegen des berühmten „Kleinen Fastentuchs“ und der stadtgeschichtlichen Ausstellung. Auf den zweiten Blick lassen sich hier viele historische
Zeugnisse des Klosterlebens entdecken. Der Kapitelsaal mit seinem kostbaren Gewölbe war das Herz der Klausur. Hier versammelten sich die Mönche täglich, um Angelegenheiten der Gemeinschaft zu beraten. Am Anfang einer solche Zusammenkunft wurde ein Kapitel aus der Ordensregel verlesen. Ebenfalls sehr eindrucksvoll: das Dormitorium im ersten Obergeschoss. Solch ein Bau in diesem Erhaltungszustand ist in ganz Europa nur noch selten zu finden. Mit über sechs Metern Höhe und einer Länge von 37 Metern ist der frühere Schlaftrakt der Mönche tatsächlich beeindruckend. Seitlich gehen noch immer etliche Räume ab, die einst als Mönchszellen dienten und teils noch immer
genauso spartanisch ausgestattet sind.
Aufblühender Gottesacker
Jenseits der dicken Klostermauern wartet derweil das nächste Projekt auf den Museumsleiter und sein Team. Der ehemalige Gottesacker im Innenhof wirkt heute noch wie ein verwunschener Ort, der auf ein neues Leben wartet. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden hier 22 barocke „Grufthäuser“, in denen sich damals die wohlhabendsten Bürger der Stadt
bestatten ließen.
Die Anlage wird jetzt nach und nach saniert. Es handelt sich um außergewöhnliche Grabstätten. In jedem Fall braucht es nur wenig Fantasie, um sich den renovierten Klosterhof als grüne Insel im Ensemble der Klosterbauten vorzustellen. Außerdem wird der Klosterhof
wieder für Freilichtaufführungen des Gerhart Hauptmann Theaters genutzt werden.
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