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Das berühmte Foto
Torgau machte gegen Strehla das Rennen um einen Platz in der Geschichte. Die Soldaten der 69. Infanteriedivision hatten fünf Tage zuvor Leipzig eingenommen und erreichten erst am Nachmittag die Elbe, wo sie die Rotarmisten der 58. Gardeschützendivision trafen. Hier reichten sich William Robertson und Alexander Silwaschko die Hände, in der Hoffnung auf ein rasches Ende des Krieges. Natürlich wurden Fotos gemacht, doch auch davon ging keines um die Welt. Das berühmte Bild auf dem Pfeiler der zerstörten Elbbrücke entstand erst am nächsten Tag.
Fotograf Allan Jackson vom American News Service ließ den symbolischen Moment nachstellen und machte mit seiner Inszenierung Geschichte. Statt Kotzebue oder Robertson sind auf dem Foto mit dem dritten Handschlag nur zufällig anwesende GIs zu sehen, von den Sowjetsoldaten sind nicht einmal die Namen überliefert. Gleichwohl passte die Aussage des Fotos perfekt in die Erwartungen der Zeit und wurde – gemeinsam mit Torgau – zum Symbol des Kriegsendes. Und seither tut man in der Stadt alles, um dieses Gedenken am Leben zu halten.
Gemeinsam gegen das Vergessen
Bestes Beispiel ist der jährliche ELBE DAY, der vom 24. bis 26. April 2015 an den 70. Jahrestag der historischen Begegnung an der Elbe erinnern wird. Ganz bewusst setzen die Organisatoren dabei auf eine attraktive Mischung: Lesungen und ein Gedenkgottesdienst haben darin ebenso ihren Platz wie dutzende Musikveranstaltungen von Klassik über Blues bis Jazz.
Traditionell sind amerikanische Musiker dabei und auch Bands aus dem Osten Europas, sodass sich neben tausenden Torgauern jedes Jahr auch viele Gäste einfinden. Dass sie dabei nur am Ort des zweiten und dritten Handschlags zusammenkommen, spielt eigentlich keine Rolle.
Weitere Infos hier: https://www.torgau.eu/
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