Verkehrsmuseum Dresden

Augustusstraße 1, 01067 Dresden

Tel. : +49 (0) 351 86440

Fax. : +49 (0) 351 8644110


www.verkehrsmuseum-dresden.de

Beschreibung

Im Herzen der Altstadt befindet sich vis-à-vis der Frauenkirche das Verkehrsmuseum. Die Besucher erwartet eine erlebnisreiche Zeitreise durch die Geschichte des Verkehrs. Sie entdecken auf 5.000 qm eine beeindruckende Exponatvielfalt mit einzigartigen Originalen und imposanten Modellen. Die Besucher erfahren, wie sich Mobilität im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und moderne Verkehrsmittel unsere Gesellschaft grundlegend beeinflusst haben.

Das Verkehrsmuseum widmet sich den vielfältigsten Themen der mobilen Welt und präsentiert Ausstellungen zu allen vier Verkehrszweigen: Schiene, Straße, Wasser, Luft. Dabei wird ostdeutschen und speziell sächsischen Entwicklungen ein zentraler Platz eingeräumt. Mit seinen bedeutenden Sammlungen und dem reichen Archiv- und Bibliotheksbestand hat das Verkehrsmuseum heute nationale Bedeutung und internationale Ausstrahlung erlangt.

Das 1952 gegründete Museum ist seit 1956 im JOHANNEUM zuhause. 1591 als Stallgebäude des kursächsischen Hofes erbaut, ist es heute Dresdens ältestes Ausstellungsgebäude.
Sonderausstellungen, sachkundige Führungen, Themenveranstaltungen, museumspädagogische Aktivitäten und Modelleisenbahnbetrieb ergänzen das ständige Ausstellungsangebot.

Die Hits für Kids sind der Kindertreff und der Verkehrsgarten, in dem die jüngsten Besucher Verkehrsregeln spielerisch verstehen lernen, der Experimentierraum zur Flugphysik und die Modelleisenbahnanlage Spur 0.

Familienfreundlich

Das Verkehrsmuseum ist ein Ort zum Entdecken, Erleben und Experimentieren. Hier sind Kinder in ihrem Element, sei es in der Luft, auf der Schiene, Straße oder auf dem Wasser: Sie können digital ihr eigenes Boot gestalten und ins Rennen schicken, im Experimentierraum dem Geheimnis des Fliegens nachspüren, in der Eisenbahnhalle auf den Führerstand einer Dampflok oder in der Straßenverkehrsausstellung auf ein Hochrad klettern.

BESONDERHEITEN

In der Modellbahnanlage Spur 0 können Familien mindestens einmal pro Tag 150 Lokomotiven und Waggons bei ihren Fahrten beobachten – oder im Kindertreff selbst Modelleisenbahnen steuern. Kinder bis 6 Jahre, die auf ihren Führerschein hinfiebern, lernen auf dem Bobbycar- Parcours spielerisch Verkehrsregeln kennen.

Barrierefrei

Hinweise zur Barrierefreiheit / Abweichungen von den Piktogrammen:

  • Es sind keine Behindertenparkplätze am Museum vorhanden
  • In der Ausstellung Straßenverkehr gelangen Sie via Plattformlift (Zugang über eine Schräge; 8 % Stg., 1,2 m lang; Fläche 103x143 cm) auf die Galerie/ 2. Ebene
  • Der Plattformlift und der Aufzug werden durch das Personal bedient, bitte sprechen Sie dieses für eine Nutzung an
  • Rollstuhlfahrer-WCs:
    • Damen: Türen 82–91 cm, 174x124 cm vor und 94 cm rechts neben WC
    • Herren: Türen 84–91 cm, 171x124 cm vor und 92 cm links neben WC
  • Die Empore in der Luftfahrt-Ausstellung ist für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich - diese Informationen können am Terminal in der Ausstellung neben den Luftfahrtpionieren eingesehen werden
  • Führungen für Blinde und Lernbehinderte nach Absprache
  • Zusätzlich zu den „Mitmach-Stationen“ (grün gekennzeichnet) dürfen Personen mit Seheinschränkungen ausgewählte Objekte in den Ausstellungen ertasten:
    • Die Objekte dürfen nur mit weißen Handschuhen und unter Aufsicht von Rundgangsleitern, Aufsichtspersonal oder einer Begleitperson berührt werden
    • Diese Handschuhe und den Leitfaden (in Schriftsprache), welche Exponate berührt werden dürfen, erhalten Sie an der Museumskasse

  • Verkehrsmuseums-App in Deutscher Gebärdensprache
  • Mit dem eigenen Smartphone auf Videotour durchs Museum - Gratis Download

Industriekultur

Was einst als – durchaus sehr repräsentatives – Stallgebäude des Dresdner Residenzschlosses errichtet wurde, veränderte im Laufe seiner langen Geschichte mehrfach seine Erscheinung und auch seine Nutzung. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau kehrte das „Johanneum“ quasi zu seinen Wurzeln zurück, als Heimstätte des Dresdner Verkehrsmuseums. Nachdem man das Gebäude vom Neumarkt aus betreten hat, kann man sich verschiedene Dauer- und Sonderausstellungen zur Geschichte von Eisenbahn, Straßenverkehr, Luftverkehr und Schifffahrt ansehen.

Schiene:
Von den 105 Schienenfahrzeugen, die sich aktuell im Bestand des Museums befinden, können im Johanneum zwar nur ganze acht gezeigt werden, darunter aber immerhin die älteste im original erhaltene deutsche Lokomotive, die 1861 von der Firma Hartmann in Chemnitz gebaute „Muldenthal“. Ein weiteres Highlight ist eine originalgetreue Replik der "Saxonia", der ersten funktionstüchtigen deutschen Lokomotive überhaupt. Sie wurde 1839 von Johann Andreas Schubert als verbesserter Nachbau englischer Vorbilder im heute zu Dresden gehörenden Übigau gebaut. Fast schon ein technisches Denkmal ist auch die bei kleinen und großen Kindern gleichermaßen beliebte 325 qm große Modellbahnanlage der Spur 0. Über 785 Meter Gleis und 99 Weichen sowie durch fünf Bahnhöfe rollen 26 Lokomotiven und 115 Wagen, die einen Eindruck vom Eisenbahnbetrieb verschiedener Epochen vermitteln.

Straße:
In der Rückschau stellt sich die Geschichte ganz einfach dar: Zuerst tauchen die Pioniere Carl Benz, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach auf und erfinden den Personenkraftwagen, heute eher „Auto“ genannt. Ihnen folgen weitere geniale Ingenieure wie August Horch und Ferdinand Porsche und entwickelten die Erfindungen weiter. Weitsichtige Unternehmer, deren Namen man nur selten kennt, gründeten Fabriken. Aber wer erzählt von den  Ungleichzeitigkeiten, den Parallelentwicklungen, den kleinen Schritten oder gar von Irrtümern?

Der erste sächsische Automobilhersteller etwa war die Maschinenfabrik Emil Hermann Nacke in Coswig bei Dresden, in der von 1900 bis 1929 Autos – zunächst unter der Marke Coswiga – produziert wurden, von denen soweit man weiß, kein einziges erhalten ist. Fünf Jahre früher hatte der Dresdner Schmiedemeister Gustav Adolf Schöche einen Dampfwagen gebaut, mit dem er bis 1910 die nähere Umgebung unsicher machte. Dieser Dampfwagen ist erhalten und heute als Leihgabe im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen. Außerdem werden aus dem großen Depotbestand des Museums herausragende Zeugnisse sächsischer Automobilgeschichte gezeigt, neben den bekannteren auch Produkte der „Phänomen Werke Gustav Hiller AG“, später „Robur“, aus Zittau oder einer von nur drei erhaltenen Pilot 6/30 aus Bannewitz bei Dresden. Die sächsische Hauptstadt selber ist mit Fahrzeugen vertreten, die vom renommierten Karosseriehersteller Gläser eingekleidet wurden.

Die Ausstellung Straßenverkehr macht die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der individuellen Mobilität in all ihren Facetten erlebbar. Eine virtuelle »Leitfamilie« begleitet Sie durch 200 Jahre Straßenverkehrsgeschichte von der Kutsche über das Laufrad, die ersten motorisierten Fahrzeuge bis zu den heutigen Automobilen. Dabei erfahren Sie mehr über den damaligen Verkehrsalltag der Menschen und entdecken noch nie gezeigte Exponate des Museums. Die Ausstellung macht völlig neue Aspekte zur Automobilgeschichte sichtbar, z.B. dass Anfang des 20. Jh. in etwa gleich viele Kraftwagen mit Elektro-, Verbrennungs- und Dampfmotoren die Straße bevölkerten. Je ein frühes Exemplar ist zu bestaunen: ein Baker Electric (1910), der Benz Patent-Motorwagen (1886, Nachbau) und der Dampfwagen des Dresdner Schmiedemeisters Adolf Schöche (1895).

Luft:
Eine spannende Luft-Reise führt durch 200 Jahre Luftfahrtgeschichte – von den ersten Ballonaufstiegen im 18. Jh. über die Gleitversuche Lilienthals, die Ära der Luftschiffgiganten bis zu den heutigen modernen Ferienfliegern. Über eine Gangway geht es hinauf auf die Galerie, die einen spektakulären Blick auf die Flugobjekte bietet. Große Beachtung gilt der DDR-Luftfahrtindustrie: Von 1956 bis 1961 wurden am Dresdner Standort Flugzeuge gebaut, allen voran die »152«, das erste deutsche strahlgetriebene Passagierflugzeug. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Technik, sondern vor allem der Mensch als Erfinder, Erbauer und Nutzer. Die Luftfahrtpioniere Wilhelmine Reichard, Otto Lilienthal, Graf von Zeppelin, Hans Grade und Hugo Junkers erzählen zu den im Raum schwebenden Flugapparaten ihre persönliche Geschichte.


Wasser:
Vor der Erfindung der Eisenbahn waren Schiffe die wichtigsten Transportmittel. Auf dem Wasser ließ sich zu jener Zeit sehr viel schneller, bequemer und zuverlässiger reisen und transportieren als auf dem Landweg. Schiffe beförderten dabei nicht nur Menschen und Waren, sondern auch Nachrichten, Ideen und Wissen – von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent. Wer "Leinen los!", die Dauerausstellung Schifffahrt betritt, geht selbst an Bord eines Schiffes. In einem spektakulären, stilisierten Schiffsrumpf begeben sich die Besucher auf große Fahrt durch 1000 Jahre Geschichte der Binnen- und Hochseeschifffahrt. Anhand prächtiger Modelle und aufsehenerregender, noch nie gezeigter Großexponate erfahren Besucher mehr u.a. über das Leben von und mit dem Fluss, die Sächsische Dampfschiffahrt und die DDR-Binnenschifffahrt auf der einen und z.B. Ozeanreisen, DDR-Hochseefischerei und -Hochseeschifffahrt auf der anderen Seite. Dabei geht es nicht allein um Verkehrsmittel und ihre Techniken, sondern vielmehr um die Menschen, die mit dem Wasser, am Wasser und auf dem Wasser leben und arbeiten. An Videoterminals lässt sich dazu zahlreichen Seemännern lauschen, die aus ihrem Leben an Bord berichten. Darüber hinaus gibt eine fiktive Familie an Hörstationen Auskunft über ihren Alltag. Wer angesichts der spannenden Geschichten und Exponate Lust bekommt, das nächstbeste Schiff zu besteigen, kann sich bei einem digitalen Regattaspiel zumindest sein eigenes Schiff designen und gegen Konkurrenten zur Wettfahrt antreten.

Standort

Barrierefreie Merkmale

Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugänge stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe


Aufzug

Bedienelemente mit einer Höhe > 115 cm werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Aufzugsgrundfläche min. 110x140 cm


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 80 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 130x130 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 80 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden


Zusätzliche Hilfen / Angebote

  • Hilfen / Angebote für Blinde und sehbehinderte Menschen

  • Hilfen / Angebote für Gehörlose und hörbehinderte Menschen

  • Hilfen / Angebote für lern- und geistigbehinderte Menschen