• Dresdner Eierschecke
Dresdner EierscheckeKaffeebohnenMeissen Veranstaltung: Tee, Kaffee und SchokoladeChoco Del Sol - Schloss Rochsburg

Die Kaffeesachsen und ihre Vorliebe für Süßes

Sachsen hat in vielfältiger Hinsicht eine wichtige Rolle für die Entwicklung der deutschen Kaffeekultur gespielt, nicht zuletzt in der Erfindung und Verwendung des europäischen Porzellans für die höfische wie die bürgerliche Kaffeetafel und die Sitte des Nachmittagskaffees und neben Wien, des Kaffeehauses. Leipzig besitzt mit dem Lokal „Zum Arabischen Coffe Baum“ eines der ältesten kontinuierlich betriebenen Café-Restaurants Europas. Bereits 1694 wurde das Kaffeegetränk in Leipzig öffentlich ausgeschenkt und 1697 die erste deutsche „Kaffeehaus-Ordnung“ erlassen. Kaffee in Stärke und Zusammensetzung, der Besitzstand von Meißener Porzellan mit Blumenmalerei im Besonderen erlangte zunehmend Prestigewert. Daher stammen auch die Begriffe des „Blümchenkaffees“ oder „Schwerterkaffees“: beide stehen für besonders schwachen Kaffee in Meißner Tassen, die das Muster bzw. das Markenzeichen am Boden des Porzellans durchscheinen lassen.

Berühmt wurde das von Johann Melchior Dinglinger für Sachsens Kurfürst August den Starken geschaffene Goldene Kaffeezeug, das neben Gold, Silber, Email und Elfenbein auch etwa 5 600 Diamanten enthält. Es ist im Neuen Grünen Gewölbe im Dresdner Residenzschloss zu bewundern.

Vom 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein war Sachsen der führende deutsche Wirtschaftsstandort. 1908 erfand die Dresdnerin Melitta Bentz – der Namensgeberin des Unternehmens Melitta – die Filtertüte.

Typischer Begleiter zum Kaffee: die Eierschecke

Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität aus Sachsen und Thüringen. Ihr Name leitet sich von der obersten der drei Schichten ab: Sie besteht aus cremig-gerührtem Eigelb mit Butter und Zucker, Vanille-Pudding und anschließend untergehobenem schaumig geschlagenem Eiweiß. Die Mittelschicht ist hauptsächlich ein Quark-Vanille-Pudding, der auch Butter, Ei, Zucker und Milch enthält. Der Boden ist ein Rührteig oder Hefeteig. Nach dem akkuraten Übereinanderschichten wird der dreischichtige Kuchen gebacken. Diese Variante wird auch Dresdner Eierschecke genannt. Eierschecken werden meist in rechteckige Stücke geschnitten. Über die Standardvariante der Dresdner Eierschecke hinaus gibt es eine Reihe von Verfeinerungen.

Eine weitere Variante ist die viel flachere Freiberger Eierschecke, die ohne Quark und mit Rosinen hergestellt wird. Sie ist seit 2007 markenrechtlich geschützt. Sie hat weder im Aussehen noch im Geschmack mit der Dresdner Eierschecke zu tun. Sie ist nur wenige Millimeter hoch und wird ohne die sonst übliche Quarkfüllung hergestellt. Die Freiberger Eierschecke ist in den Bäckereien in und um Freiberg der mit Abstand am meisten verkaufte Kuchen. Die Rezeptur und Herstellungsweise für die Freiberger Eierschecke ist in jeder Bäckerei anders, und kein Bäckermeister wird sein streng geheimes Rezept herausgeben. Auch wenn im Internet zahlreiche Rezepte für diese Spezialität zu finden sind und so manche schon recht nah an die echte Freiberger Eierschecke reichen – das Original findet man nur bei den Freiberger Bäckern.

Die Entstehungslegende der Freiberger Eierschecke beruht auf der Überlieferung, dass der Quark, der zum Backen vorgesehen war, im 13. Jahrhundert zum Bau beziehungsweise später zur Ausbesserung der Freiberger Stadtmauer eingesetzt werden musste. Um den vermeintlichen Geschmacksverlust auszugleichen, wurden mehr Eier, mehr Zucker und mehr oder überhaupt erstmals Rosinen verwendet.

 

Eierschecke aus Sachsen

Auf Schokoladen-Pfaden durch Sachsen

Vom Kaffee und Kuchen ist es nicht weit zur Schokolade – zumindest in Sachsen. Wer sich auf Schoko-Pfaden durch Sachsen naschen möchte, dem seien diese Stationen empfohlen.

Das Goldene Kaffeezeug

Ohne direkten Auftrag hatte Johann Melchior Dinglinger, der im Juni 1698 von August dem Starken zum Hofjuwelier ernannt wurde, ein außergewöhnliches Werk der Schatzkunst begonnen, das damals wie heute seinesgleichen sucht.

Neues Grüne Gewölbe

Das Schokoladenmädchen

Eines der berühmtesten Werke der Dresdener Gemäldegalerie: Das „Schokoladenmädchen“ des Schweizer Künstlers Jean-Etienne Liotard. Erstmals widmet sich ab dem 28.September 2018 eine Ausstellung diesem Meisterwerk.

Dresdener Gemäldegaleie

Coselpalais Dresden

Das 1765 errichtete Coselpalais zählt zu den bekanntesten Barockbauten der Elbestadt. Im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es in aufwendiger Rekonstruktion original getreu wieder aufgebaut. Heute ist das „Grand Café Coselpalais“ eines der beliebtesten Restaurants in der Dresdner Altstadt mit einem unvergleichlichen Angebot an köstlichen Torten, wie der Frauenkirchen-Torte, und frisch gebackenem Kuchen zu erlesenen Kaffeespezialitäten. Duftende Heißgetränke und liebevoll gefertigte Patisseriekunst werden wie schon zu Gräfin Cosel’s Zeiten im Porzellanzimmer auf Meissener Porzellan® serviert. Von feinwürzigen Königinpasteten und herzhaften Crêpes über regionale Leibspeisen, wieder beliebte sächsische Sauerbraten, bis hin zur opulenten Flugentenbrust – selten werden die Einflüsse der internationalen Küche so köstlich aufbereitet wie hier.

Feinste Konditoreikunst

Porzellan-Manufaktur MEISSEN®

Die Erfindung des MEISSENER PORZELLAN® machte es möglich, die passenden Gefäße für die Trendgetränke des 18. Jahrhunderts anzufertigen. Alles Exotische, weit Gereiste war in Mode, so auch Tee, Kaffee und Schokolade. Für diese Heißgetränke eignete sich Porzellan hervorragend. Die Original-Trinkschokolade aus dem 18. Jahrhundert, gehaltvoll und würzig durch Chili oder Pfeffer, kann man in den Wintermonaten in Verbindung mit einer Führung mit dem Dresdner Schokoladenmädchen genießen. In der Veranstaltung „Tee, Kaffee, Schokolade – die drei heißen Lustgetränke“ wird eine prächtige Kaffeetafel mit Tassen in verschiedensten Formen und Dekoren eingedeckt und es werden feinste Kuchen, Torten und Kaffeepralinen auf kostbarem MEISSENER PORZELLAN® gereicht.

Die 3 heißen Lustgetränke

Sächsische Schokoladenmanufaktur Heidenau

Die Sächsische Schokoladenmanufaktur in Heidenau bei Dresden macht ihren Gästen Schokolade schmackhaft – mit einem Blick in die Herstellung, Schokoladen-Kursen, Schoko-Shopping, zartschmelzenden Veranstaltungen und einem süßem Café. Wie wäre es mit einem Besuch auf eine gute Tasse Trinkschokolade bei einer handgezauberten Praline? Zudem haben Besucher hier die Möglichkeit, ihre eigene Schokolade zu kreieren.

Sächsische Schokoladenmanufaktur

Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei

Dem Röstmeister über die Schulter schauen! Wo wachsen die Kaffeepflanzen, welche Sorten gibt es und wie kommen die Bohnen zu ihrem verführerischen Duft. Dies und vieles mehr erfahren Besucher bei einer Führung durch die Kaffee- und Kakaorösterei Dresden. Gemeinsam kann am Röstofen geröstet und dabei hautnah miterlebt werden, wie aus Rohkaffee Röstkaffee wird. Eine Führung dauert zirka 2,5 Stunden. Darf es ein bisschen mehr Kaffeewissen sein? Geht es darum einen perfekten Espresso zuzubereiten, die Latte Art auszuprobieren oder mehr über die neuesten Filterkaffeemethoden zu erfahren?

Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei

Kaffeerösterei Ernst Schmole in Pirna

Die Kaffeerösterei Schmole, gegründet 1880, ist die einzige Kaffeerösterei des Elbtals. Besonders die „Pirnaer Mischung“ kommt bei Einheimischen wie Gästen sehr gut an. Hier wird seit 1880 Kaffee geröstet – edelste Sorten aus den besten Anbaugebieten der Welt. Der kleine Manufakturbetrieb verkauft in seinem Ladengeschäft das, was er produziert – im Genussmittelgewerbe ohnehin anderswo kaum noch zu finden. „Mexico Maragogype”, „Pirnaer Mischung”, „Espresso” und „Schmole Premium”: lose oder gemahlen in sehr individuellen Tüten mit dem Traditionslogo verpackt. Das Fachgeschäft für Kaffee, Confiserie, Weine und Spirituosen in der Pirnaer Altstadt konnte sich seinen guten Namen bewahren. Die Kaffeerösterei ist eine alte Tradition und in Pirna zum Kult geworden. Die älteste noch funktionierende Röstmaschine wurde 1939 von der Kölner Firma Probat gebaut und 1985 in Leipzig aus Altbeständen gekauft.

Schmole Kaffee

„Pirnaer Kaffeegeschichten”

Auf diesem 2-stündigen kulinarischen Stadtrundgang erfahren Besucher, was für die Bereitung des „sächsischen Nationalgetränkes" ganz wichtig ist und wie die Pirnaer Eierschecke schmeckt.

Kulinarische Führung

Museum „Zum Arabischen Coffe Baum" Leipzig

Was viele nicht wissen: Leipzig war über 300 Jahre eines der deutschen Kaffeehauszentren. Diese Geschichten und viele weitere Aspekte werden in einer amüsanten Art und Weise neu und spannend erzählt. Im Museum „Zum Arabischen Coffe Baum“ in Leipzig dreht sich alles um das bekannteste Getränk der Welt: Seit der Eröffnung des Museums „Zum Arabischen Coffe Baum" im Jahr 1999 besichtigten fast 400.000 Besucher die geschichtsträchtigen Exponate zur Kaffeekultur. 2017 wurde die Ausstellung, die eine Zeitreise durch mehr als 300 Jahre sächsischer Kaffeegeschichte erzählt, erstmals komplett überarbeitet. Die 15 Ausstellungsräume wurden dabei sowohl inhaltlich als auch grafisch aufbereitet. Besucher sollten hier natürlich den Kaffee probieren, begleitet von den Leipziger Lerchen, einer echten Leipziger Kuchen-Spezialität aus Mürbeteig.

Zum Arabischen Coffe Baum

Schokoguschl Annaberg

Das "Cafe Central" war das größte und älteste Cafe Annabergs mit hohem Bekanntheitsgrad. Mit der Integration der Manufaktur der Träume im Gebäude des ehemaligen "Cafe Central", war es naheliegend, dieses Stück Annaberger Geschichte aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Im September 2010 wurde in den ehemaligen Räumlichkeiten des "Cafe Central" unter dem Namen "Schokogusch´l - Schokolade erleben" eine Schaumanufaktur mit Verkaufsbereich und Cafe eröffnet. Hier können Gäste bei Kaffee und Kuchen eine Pause einlegen oder Ihren Museumsbesuch ausklingen lassen. Die Schauproduktion gestattet es, die handwerkliche Kunst und das technologische Verfahren der Herstellung von Pralinen, verschiedener Schokoladenprodukte, Zuckerarbeiten, Sahneerzeugnissen usw. direkt vom Sitzplatz aus zu beobachten, diese im Café zu verzehren bzw. zu erwerben. Eine Spezialität ist die „Caracas“-Torte.

Süße Momente in Annaberg

Sächsische Kaffee- und Schokoladenmanufaktur Grimma

Die Sächsische Kaffee- und Schokoladenmanufaktur hat ihren Sitz in Grimma. Unser Schwerpunkt liegt in der Veredlung hochwertiger Kaffees aus direktem Handel und der Herstellung feinster Schokoladen, Trüffel und Pralinés.

Kaffee aus Grimma

Handcrafted with Love

Choco Del Sol gehört zur neuen Schokoladenavantgarde Europas. Die Schokoladenmanufaktur wurde 2012 von Patrick Walter gemeinsam mit seiner Frau Peggy gegründet. Alles begann mit einer intensiven Reise, einer Fahrradreise rund um die Welt. In Belize lernten sie das Gold der Maya kennen: Kakao! In einer winzigen Manufaktur starteten sie mit ihren eigenen Schokoladenkreationen - hergestellt direkt von der Kakaobohne und ausschließlich mit biologischen Zutaten. Die Qualität dieser handgefertigten Schokoladen überzeugte Georg Bernardini derart, dass er sie in der Liste der besten dunklen Schokoladen der Welt in die Top 10 wählte. Das markante fruchtige Aroma der Kakaobohnen hat inzwischen viele Freunde gefunden, genau wie die gewachsene Angebotspalette der edlen handgefertigten Schokoladen. Auf Schloss Rochsburg im Muldental hat die Manufaktur nun ihr Zuhause gefunden. Ausflugsgäste haben die Möglichkeiten, an dieser außergewöhnlichen Kakaogeschichte teilzuhaben, das ursprüngliche Herstellungsverfahren sowie die Manufaktur kennenzulernen und edle Schokoladen zu naschen. Die Schokoladenmanufaktur Choco Del Sol lädt jedes Jahr im August zum Festival EuroBean ein, bei der sich neben Bean-to-Bar-Schokolade, Faitrade und biologischem Anbau alles um den Genuss dreht. Dafür stellen getreu dem Motto „meet the maker“ wieder viele internationale Chocolate Maker sich selbst und ihre hochwertigen Schokoladen vor. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie rundet die Veranstaltung ab.

Choco Del Sol

Chocolaterie Praetsch

Neben dem größten Jagdschloss in Europa – Schloss Hubertusburg – schmiegt sich die Chocolaterie Praetsch ins idyllische Landschaftsbild von Wermsdorf.
Seit 2004 erobert die Schokoladenmanufaktur mit einem breiten Angebot von Trüffeln, Pralinen und Schokoladen die Herzen der Genießer. Bei Kaffee und Kuchen im Café mit Blick auf die Schauproduktion, gießen Gästen eigens kreierte Kunstwerke aus Schokolade und unzählige Leckereien. Neben der Produktion verführen eine Schauwerkstatt, der Werksverkauf mit Verkostungsmöglichkeit, und bald auch der Themengarten "Die Reise des Kakaos" zu kulinarischen Hochgenüssen. In Workshops rund um das Thema Schokolade und Kakao können Gennussmenschen einen Blick hinter den geheimen Prozess der Schokoladenherstellung werfen.

Chocolaterie Praetsch