• Vitalurlaub in Sachsen - Erholung für alle Sinne
Vitalurlaub in Sachsen - Erholung für alle SinneBadegärten Eibenstock 2Vitalurlaub in Sachsen - Entspannung in der Sauna

Sauna: Beliebtes Wechselbad

Kennen Sie alle? Ein kurzer Überblick über die bekanntesten Sauna-Arten:
 

FINNISCHE SAUNA 80–100 °C, Luftfeuchtigkeit: 10–30 %
Gilt oft als die „klassische“ Sauna und besteht üblicherweise aus einem Holzraum. Auf einem Steinofen werden regelmäßig Aufgüsse verschiedenster Aromen gegossen.

BIO-SAUNA 50–60 °C, Luftfeuchtigkeit: 30–55 %
Als Heizquelle dient hier Infrarotstrahlung, bei den Aufgüssen kommen häufig ätherische Öle zum Einsatz.

ERDSAUNA 110–130 °C, Luftfeuchtigkeit: ca. 9 %
Die Erdsauna basiert auf einer großen Grube im Erdreich, die mit Holz oder Steinen ausgebaut ist. Die Aufgüsse sind mild.

BANJA 50–70 °C, Luftfeuchtigkeit: bis zu 100 %
Die russische Saunavariante besteht aus Schwitz-, Wasch- und Ruheraum. Traditionell schlägt man sich hier leicht mit Birkenzweigen ab, um die Blutzirkulation anzuregen.

DAMPFBAD 40–50 °C, Luftfeuchtigkeit: 80–100 %
Ein Dampfkessel sorgt für die Hitze. Das Dampfbad wirkt entschlackend und hydrierend.

KALDARIUM 40–50 °C, Luftfeuchtigkeit: bis zu 100 %
Die Römersauna ist mit dem Dampfbad vergleichbar, wird jedoch um den Einsatz ätherischer Öle erweitert. Diese kreislaufschonende Saunavariante wirkt besonders entspannend auf die Muskulatur.

HAMAM maximal 50 °C, Luftfeuchtigkeit: 90–100 %
Das türkische Dampfbad besteht aus mehreren Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen.

Expertenwissen: Saunieren ist kein Wettbewerb

Die Sauna hat eine große Fangemeinde in Deutschland und viele Menschen schätzen den entspannenden Ausgleich zum Alltag. Was dabei im Körper geschieht, weiß Prof. Karl-Ludwig Resch.

Was passiert eigentlich mit uns in der Sauna?

Beim Saunieren wirkt Wärme auf den Körper ein. Diese Wärme wird über die kleinen Blutgefäße der Haut nach innen „abgeleitet“, der Körper erwärmt sich im Sinne eines „künstlichen Fiebers“. Die Durchblutung steigt, Herz und Kreislauf werden aktiviert, Adrenalin wird ausgeschüttet, Stoffwechsel und Immunsystem werden stimuliert. Die kurze Kaltwasseranwendung nach dem Saunagang setzt einen gegenteiligen Reiz, das anschließende warme Fußbad wirkt ausgleichend und stimmt den Körper auf die Ruhephase ein.
 

Was macht die Ruhe so entscheidend?

Die starken Wärme- und Kältereize wirken auf den Körper wie Ausschläge eines Pendels und „provozieren“ eine „Abbremsungsreaktion“ des Körpers, öffnen also die Türe zu besonders tiefer Entspannung. Die müssen wir natürlich zulassen und im Ruheraum möglichst auf „aktivierende“ äußere Reize wie Musik, Bilder oder intensive Gespräche verzichten.
 

Welche positiven Effekte darf man von der Sauna erwarten?

Der beschriebene Entspannungseffekt ist eine Sofortwirkung, die sich nach jedem Gang in die Sauna einstellt. Regelmäßiges Saunieren wirkt darüber hinaus wie regelmäßiges Training, das bekanntlich die Fitness steigert: es stärkt das Immunsystem, der gesamte Stoff- wechsel des Körpers funktioniert besser und reagiert „gelassener“ auf äußere Einflüsse oder Belastungen, das allgemeine Wohlbefinden steigt spürbar an. Daneben ist die Sauna eine gute „Zugangspforte“ zu uns selbst.
 

Was bedeutet das?

Wir vertrauen heute (leider) meist nur noch auf technische Messgeräte, dabei kann uns unser Körper viel zuverlässiger und umfassender erzählen, was uns wirklich guttut. Das gilt beispielsweise für die Saunadauer: Die Sanduhr kann nicht wissen, ob wir gerade tief und entspannt sind oder übermüdet und angeschlagen. Der Körper dagegen spiegelt jede Sekunde wider, ob alles im grünen Bereich ist oder ob es langsam reicht ... Wer be- sonders lange auf der obersten Bank aushält, tut seinem Körper nicht unbedingt einen Gefallen – Saunieren ist schließlich kein Wettbewerb.
 

Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und lehrt an Hochschulen in Deutschland und den USA. Der Experte für Naturheilkunde veröffentlichte mehr als 350 wissenschaftliche Arbeiten und steht heute dem Deutschen Institut für Gesundheitsforschung vor.