Wernesgrüner Brauerei

Bergstr. 4, 08237 Wernesgrün

Tel. : +49 (0) 37462 610

www.wernesgruener.de

Beschreibung

Industriekultur

Doppelt hält besser

Bier verlangt Tradition. Manchmal erfinden die Marketing-Abteilungen dazu eine gute Geschichte. Nicht notwendig bei Wernesgrüner: Das berühmte Bier gab es sogar schon vor dem namensgebenden Ort. 1436 erhielt das Gut der Brüder Schorer, Mitglieder der berühmten Glasbläserfamilie „Schürer“, das Recht, eine Glashütte im Wald errichten. Damit verbunden war die Erteilung des Brau- und Schankrechts. In den folgenden Jahren entwickelte sich um das Gut und eine weiteres größeres Anwesen der Ort Wernesgrün. Nach bewegten Jahrhunderten wurden die beiden im Ort verbliebenen Familienbrauereien 1974 zum VEB Exportbierbrauerei Wernesgrüner zwangsvereinigt. Das Bier war in der DDR das, was man „Bückware“ nannte, das heißt es wurde allenfalls unterm Ladentisch verkauft und war eher im Ausland, auf Flügen der DDR-Fluggesellschaft Interflug oder auf Urlaubsschiffen zu bekommen als in regulären Verkaufsstellen. Heute gehört Wernesgrüner zu einer großen Brauerei-Gruppe, die aber die Tradition sorgsam weiterpflegt. Die moderne Brauerei, die sich hinter den historischen Fassaden befindet, kann geführt besichtigt werden. Noch mehr Freude macht Besuchern der Brauerei-Gutshof, der in Brauschenke und Biertenne einlädt und als „Wernersgrüner Musikantenschenke“ viele Jahre im Fernsehen zu sehen war. Noch zu erwähnen wäre der berühmteste Sohn Wernesgrüns, Johann Andreas Schubert, der Erbauer der ersten deutschen Lokomotive und der größten Ziegelbrücke der Welt, der Göltzschtalbrücke.

Standort