Teppichmuseum im Schloss Voigtsberg

Schloßstraße 32, 08606 Oelsnitz

Tel. : +49 (0) 37421 729484

Fax. : +49 (0) 37421 22977


www.schloss-voigtsberg.de

Beschreibung

Noch heute werden im vogtländischen Oelsnitz Teppiche der Marke „Halbmond“ hergestellt. Das Museum im Schloss Voigtsberg erzählt ihre Geschichte.

Industriekultur

Unterm Halbmond

Karl Wilhelm Koch und Fritz te Kock gründeten 1880 eine Teppichweberei im vogtländischen Oelsnitz. Die Firmengründer hatten auch gleich einen passenden und gut zu merkenden Markennamen bereit: Halbmond. Vor dem ersten Weltkrieg war das Unternehmen zum größten Teppichproduzenten Deutschlands aufgestiegen. Es überstand beide Weltkriege, die Verstaatlichung als „VEB Halbmond“ und die Schwierigkeiten der Nachwende. Heute druckt die Firma Halbmond GmbH auf einer hochmodernen 4-Meter-Chromojet-Anlage hochwertige individuelle Teppichböden und lässt sich dabei auch über die Schultern schauen. Wer mehr über die Geschichte der Teppichproduktion erfahren will, kommt nicht an Schloss Voigtsberg vorbei. Im Teppichmuseum wird man von fliegenden Teppichen durch die Geschichte der maschinellen und industriellen Teppichproduktion in Oelsnitz begleitet.  Von der Galerie unterm Dach bis hinunter in das Erdgeschoss erfährt der Besucher, welche wunderbaren Eigenschaften ein Teppich besitzt und was er dem Betrachter mit seinem Muster sagen will. Dazu zeigen der rustikale Axminster-Teppichwebstuhl von 1910 oder die Orientstickmaschine aus den 1930iger Jahren eindrucksvoll die Entwicklung der Teppichindustrie. Überraschende Schätze birgt auch die Kernburg, die Zeugnisse aus unterschiedlichen Bauphasen bewahrt hat. Im Fürstensaal befindet sich sogar ein Gemälde von Tizian, das „Bildnis der Erzherzogin Katharina von Österreich“.

Standort