Stickereimuseum Eibenstock

Bürgermeister-Hesse-Straße 7-9, 08309 Eibenstock

Tel. : +49 (0) 37752 2141

Fax. : +49 (0) 37752 2141


www.stickereimuseum.de

Beschreibung

Bei einer Zeitreise in die Vergangenheit der Stickereistadt Eibenstock erlebt man, wie die filigranen Kunstwerke vom Entwurf bis zur kunstfertigen Stickerei entstanden, taucht ein in die filigrane Welt der Tambourierkunst und bestaunt die Kunstwerke vergangener Epochen. Besonderes Highlight sind die Vorführungen der historischen Stickmaschinen. Zu bestaunen ist dabei ebenfalls die hohe sächsische Maschinenbaukunst, die jedes „Maschinenbauerherz“ höher schlagen lässt.

Außerdem zeigt das Museum die „Trumpold‘sche Sammlung“: Ca. 15.000 gedrechselte und geschnitzte erzgebir­gische Holzfiguren, darunter Spielsa­chen, Räuchermännchen, Nussknacker, Pyramiden und vieles, vieles mehr.

Familienfreundlich

Ich bin der Wurzelrudi, das Maskottchen der Region am Auersberg. Ich möchte euch zu einer Entdeckungsreise in das Stickereimuseum Eibenstock einladen.

Ergründet mit mir gemeinsam, wie eine junge Frau im Jahre 1775 den Menschen in der Region wieder zu Arbeit und Brot verhalf, indem sie den Frauen und Mädchen die Kunst des Handstickens beibrachte. Jahre später sollte diese Kunstfertigkeit der Stadt Eibenstock zu Weltruhm verhelfen. Ich möchte Euch zeigen, wie kluge Köpfe schließlich Maschinen erfanden, um diese Stickereien noch schneller herstellen zu können. So könnt Ihr eine Handstickmaschine aus dem Jahre 1860, eine Pantographenstickmaschine aus dem Jahre 1883 sowie eine Automatenstickmaschine sehen, wie sie 1910 verwendet wurde. Aber das Beste: ich werde Euch all diese Maschinen vorführen. Und ganz besonders Mutige von Euch können sogar die eine oder andere Maschine selbst ein- oder ausschalten. Na, habe ich Euch neugierig gemacht? Bis bald – ich freue mich auf Euch! Euer Wurzelrudi

Highlights:

  • Eisenbahnanlage – ehemals steilste Normalspurbahn Deutschlands im Modell
  • Ausschneiden von tollen Stickereimotiven – filigrane Kunstwerke selbst vollenden
  • Kinderspiel- und Malecke
  • Modell eines historischen Kinderkarussells
  • Selbst „Sticker“ sein! Bedienen von Stickmaschinen, wahren Wunderwerken des sächsischen Maschinenbaus
  • Handwerk,Trumpold‘sche und Krauß‘sche Sammlung, über 15.000 Einzelfiguren erzgebirgischer
    Volkskunst
  • Nachbildung bekannter ostdeutscher Landschaft
    in Bewegung

Barrierefrei

Hinweise zur Barrierefreiheit / Abweichungen von den Piktogrammen:

  • Verschlossener Hintereingang (Tür 105 cm, über 1 Stufe á 12 cm)
  • Haupteingang mit Klingel

  • Das Erdgeschoss und die 1. Etage sind über einen Rollstuhllift erreichbar
  • Die Stufen innerhalb der Ausstellungen werden mit einem Hublift überwunden

Industriekultur

Waren von Welt

Die USA hielten es für geboten, von 1891 bis 1908 im westsächsischen Eibenstock ein Konsulat zu unterhalten. 1905 schloss die sächsische Staatseisenbahn die Kleinstadt an ihr Netz an, obwohl dazu die steilste Normalspurbahnlinie Deutschlands angelegt werden musste und zahlreiche Sondervorschriften erforderlich waren. Was Eibenstock so wichtigmachte, war - man glaubt es kaum - die Stickerei. Der örtliche Zinn- und Eisenerzbergbau war um 1760 nahezu zum Erliegen gekommen, so dass die Not der einheimischen Bergmannsfamilien die übliche Armut noch weit übertraf. Es galt, irgendwie das Überleben der Region zu sichern. Hilfe kam von außen und zwar in Gestalt von Clara Angermann aus Thorn, die den Frauen und Mädchen des Ortes 1775 das Tambourieren, das Sticken mit der Häkelnadel, lehrte. Schnell verbreitete sich das Handwerk, ab 1830 wurde es mechanisiert und später teilautomatisiert. Um 1900 beherrschten die Eibenstocker den Weltmarkt.

Das Stickereimuseum Eibenstock veranschaulicht diese Entwicklung eindrücklich. Die ausgestellten Maschinen, von denen einige auf Wunsch auch vorgeführt werden, sind wahre Wunderwerke der Technik, allen voran der „Schwarze Riese“, eine Handstickmaschine von 1860. In den Räumen im Erdgeschoss sind Beispiele der Tambourier-, Perl- und Flitterstickereien zu bewundern, die Eibenstock einst weltberühmt gemacht haben. Noch heute halten zwei Unternehmen vor Ort diese Tradition aufrecht.

Standort

Barrierefreie Merkmale

Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 70 cm
    Zugänge über max. eine Stufe oder Rampe


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 150x150 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 90 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden