St. Marien Borna

Martin-Luther-Platz 8, 04552 Borna

Tel. : +49 (0) 3433 802185

www.kirche-borna.de

Beschreibung

Reformation

Anfang März 1522 verließ Martin Luther die Wartburg. Er kündigte seine Rückkehr nach Wittenberg in seinem berühmten Aschermittwochsbrief an, den er in Borna verfasste, wo er übernachtete. Nicht der Protektion des Kurfürsten vertraue er, sondern einem höheren Schutz. Borna war die erste Stadt im ernestinischen Sachsen gewesen, in der evangelisch gepredigt wurde. Luther besuchte die Stadt mehrfach und predigte oft in St. Marien, deren Altar von dem „Bildhauerdichter“ Hans Witten stammt, der auch in Chemnitz, Freiberg, Annaberg und Ehrenfriedersdorf seine Spuren hinterließ. Gegenüber der Stadtkirche steht seit dem Reformationstag 2007 die Emmauskirche aus dem Ort Heuersdorf, der dem Braunkohleabbau weichen musste. Sie ist eine der ältesten Kirchen in Sachsen und wurde innerhalb von neun Tagen auf spektakuläre Weise zu ihrem neuen Standort gebracht. Ungewöhnlich ist auch das Denkmal Martin Luthers als Junker Jörg, das seit 2011 auf dem Kirchplatz steht.

Standort