Sächsische Dampfschiffahrt

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Beschreibung

Industriekultur

Unter Volldampf

Friedrich August der Gerechte war nie als reformfreudiger Monarch bekannt. Nach der Niederlage Sachsens an der Seite Napoleons hatte er für Neuerungen noch weniger übrig. Von 1815 an lehnte der sächsische König mit schöner Regelmäßigkeit Konzessionsanträge für einen Linienverkehr mit Dampfschiffen ab. Erst einige Jahre nach seinem Tode durfte 1834 erstmals ein Heckraddampfboot des Zuckersiederei-Besitzers Heinrich Wilhelm Calberla zwischen Hamburg und Dresden verkehren. 1936 wurde Calberla dann Aktionär der Elbdampfschiffahrts-Gesellschaft. Derselbe Andreas Schubert, der wenig später die erste funktionstüchtige deutsche Lokomotive bauen sollte, konstruierte 1837 die „Königin Maria“, das erste deutsche Personendampfschiff. Heute befährt die in Dresden beheimatete, älteste und größte Raddampfer-Flotte der Welt die Elbe zwischen Diesbar-Seußlitz und Bad Schandau, zu besonderen Anlässen auch bis Ústí nad Labem, dem früheren Aussig. Sieben der noch in Betrieb befindlichen neun Seitenraddampfer absolvierten ihre Jungfernfahrt bereits im 19. Jahrhundert, darunter die „Diesbar“ von 1884, die bis heute mit Kohle befeuert wird und deren Dampfmaschine aus dem Jahr 1841 stammt und damit die älteste noch regelmäßig betriebene Raddampfermaschine der Welt ist. Wer alle Boote auf einmal in voller Fahrt erleben möchte, sollte zur Dampferparade kommen, die immer am 1. Mai stattfindet. Wer mehr Exklusivität sucht, kann auch ein Schiff für private und dienstliche Zwecke chartern.

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