Schlosskapelle Dresden

Taschenberg 2, 01067 Dresden

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www.skd.museum

Beschreibung

Reformation

„Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit“, der Wahlspruch der protestantischen Wettiner, steht in abgekürzter lateinischer Form auf der Tür des Goldenen oder Schönen Tores, einem Meisterwerk der deutschen Renaissance. Das gesamte Bildprogramm des Portals ist ein Manifest des protestantischen Glaubens, das seinesgleichen sucht. Moritz von Sachsen hatte nach dem Erwerb der Kurwürde in seinem Residenzschloss in Dresden eine neue Schlosskapelle nach dem Vorbild der Torgauer Schlosskirche errichten lassen, deren Eingang würdig und repräsentativ gestaltet werden sollte. August der Starke wandelte die Schlosskapelle in ein katholisches Gotteshaus um. Nach dem Bau der Hofkirche wurde sie zu Wohnräumen umgebaut. Das Portal wurde in die Sophienkirche eingebaut, die in den sechziger Jahren auf Wunsch von DDR-Staatschef Walter Ulbricht gesprengt wurde. Danach landete das Schöne Tor am Neumarkt, wo es reichlich verloren neben dem Johannäum stand. Nun ist es an seinen ursprünglichen Platz zurückgekehrt. Im Rahmen des Wiederaufbaus des Dresdner Schlosses wurde auch die Schlosskapelle in ihrer Kubatur wieder hergestellt. Eine besondere Herausforderung war die Rekonstruktion des berühmten Schlingrippengewölbes. Nun kann Schlosskapelle wieder als Veranstaltungsort genutzt werden, denn schon früher war sie für musikalische Aufführungen berühmt. Heinrich Schütz, der „Vater der deutschen Musik, führte viele seiner Musikstücke in der Schlosskapelle auf.

Standort