Schloss Freudenstein

Schlossplatz 4, 09599 Freiberg

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Beschreibung

Wer Freiberg in Sachsen besucht, sollte sich Schloss Freudenstein nicht entgehen lassen. Schloss Freudenstein ist eine der bekanntesten Freiberger Sehenswürdigkeiten und kann auf eine faszinierende Geschichte zurückblicken. Wo sich heute die schönste Mineraliensammlung der Welt befindet, wurden die ersten zwei protestantischen Kurfürsten des heutigen Sachsens geboren.

Der vierflügelige Bau im Herzen der Altstadt stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Vorgängerburg hatte Markgraf Otto der Reiche bereits um 1175/80 zum Schutz der Stadt und des Silberbergbaus anlegen lassen. Im späten 18. Jahrhundert wurde Freudenstein zum Speicher umgebaut. Nach der kompletten Sanierung sind seit Ende 2008 zwei Sammlungen von Weltruf im Schloss beheimatet: die weltgrößte Mineralienschau terra mineralia der TU Bergakademie Freiberg und das Bergarchiv Freiberg als einmaliges Zentrum der Montangeschichte. Das Schloss-Café lädt zum verweilen ein.

Besonderheiten

Auf 1500 Quadratmetern zeigt das Schloss Freudenstein im historischen Ambiente tausende Schönheiten aus allen Schichten der Erde und den weiten Tiefen des Alls. Die Terra Mineralia ist eine Sammlung, die in aufwendiger Arbeit und einen Zeitraum von über 50 Jahren erstellt und liebevoll gepflegt wurde. Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher im Erdgeschoss. Unter einem Renaissancegewölbe liegen dort, fein sortiert und beleuchtet, zauberhafte Edelsteine, seltene Meteoriten und die größten und schönsten Mineralstufen der ganzen Sammlung. Viele der Funde sind extrem selten oder sogar einmalig und eröffnen dem Betrachter einen überwältigenden Einblick in das vielfältige Farb- und Formenspektrum der Kristalle der Welt. Die Terra Mineralia besitzt unter vergleichbaren Ausstellungen einen besonders hohen Schauwert. Denn obwohl natürlich auch die Forschung und Lehre der Freiberger Universität davon profitiert, erfolgte die Auswahl der Exponate vorrangig nach ästhetischen Gesichtspunkten.

Reformation

Die „Väterliche Ordnung“, die der erste Albertiner, Herzog Albrecht von Sachsen 1499 erlassen hatte, sollte sich als segensreich erweisen. Sie schloss künftige Teilungen des Herrschaftsgebiets aus, so dass das albertinische Sachsen im Gegensatz zu den ernestinischen Landen niemals zerfiel. Heinrich, Sohn Albrechts und Bruder des Herzogs Georg der Bärtige, verzichtete im „Brüderlichen Vertrag“ von 1505 auf die Thronfolge zugunsten von Georgs Sohn Johann und erhielt dafür die Ämter Freiberg und Wolkenstein. Er lebte auf Schloss Freudenstein in Freiberg, wo heute die schönste Mineraliensammlung der Welt zu finden ist. Hier wurden auch seine Söhne Moritz und August geboren, die ihm nachfolgten. Nach dem Tod Georg des Bärtigen, der nach dem Ableben seiner Söhne mit allen Mitteln versucht hatte, seinen Bruder als Nachfolger zu verhindern, führte Heinrich im Herzogtum Sachsen die Reformation ein.

Standort