Posamentenschauwerkstatt Schloss Schlettau

Schlossplatz 8, 09487 Schlettau

Tel. : +49 (0) 3733 66019

Fax. : +49 (0) 3733 608037


www.schloss-schlettau.de

Beschreibung

Industriekultur

Nutzfreie Teile

Wenn Schloss Schlettau sprechen könnte, hätte es viel zu erzählen. Von seiner ersten Bestimmung als böhmischer Adelssitz und Vorposten der Besiedlung im oberen Erzgebirge. Von seinen Jahren als Zisterzienser-Abtei, in denen ausgerechnet Mönche es vom Palas zum Schloss umbauten. Von seiner Zeit als kurfürstliche Oberforst- und Wildmeisterei. Von langen arbeitsreichen Jahren der Industrialisierung, in denen es Teil einer Spinnmühle und sogar der Landmaschinenfabrik des Hauptmanns Naumann war. Von Verfall und liebevoller Wiederherstellung. Von der Zeit der Landmaschinenherstellung zeugt heute nur noch ein Modell, von den anderen Nutzungsphasen allerlei illustre Spuren wie ein Rittersaal, ein Gefängnis und eine Mönchszelle, nicht zu vergessen der verwunschene Park. Eine nicht direkt mit der Schlossgeschichte verbundene, aber passende Attraktion ist die Posamentenschauwerkstatt. Unter dem Begriff Posament werden die schönen, aber nutzfreien Teile von Textilien zusammengefasst: Bänder, Borten, Fransen, Kordeln, Spitzen usw. Die Region rund um Annaberg-Buchholz, in der auch Schlettau liegt, war bis Ende des 20. Jahrhunderts eines der Zentren der maschinellen Posamentenherstellung. Im Schloss Schlettau wird der Arbeits- und Wohnraum einer Posamentiererfamilie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem einzigartigen Perl-Bandwebstuhl gezeigt. Außerdem sind andere funktionsfähige Maschinen sowie verschiedene alte und neue Posamente zu sehen.

Standort