Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen

Bienengarten 2, 08258 Markneukirchen

Tel. : +49 (0) 37422 2018

Fax. : +49 (0) 37422 6023


www.museum-markneukirchen.de

Beschreibung

Leise ist es in diesem Museum ganz sicher nicht! Das ganze Haus kündet von der über 300-jährigen Tradition des vogtländischen Musikinstrumentenbaus. Über instrumentale Kostbarkeiten staunt man im Museum ebenso wie über echte Superlative: die weltgrößte Geige etwa oder die größte spielbare Tuba aus dem Jahr 2010. Doch die Musikinstrumente aus aller Welt sind nicht nur zum Anschauen da, einige können sogar ausprobiert werden. 

1883 durch Paul Apian-Bennewitz gegründet und mit großem Eifer stetig erweitert, umfasst die Sammlung heute zirka 3.200 Musikinstrumente. Neben vogtländischen Instrumenten finden sich auch über 250 Exponate ferner Kontinente. Neben der Entwicklung der einzelnen Instrumentengattungen gibt es auch einige Kuriositäten zu bestaunen.

Eine musikalische Reise um die Welt erleben Musikfreunde im Weltmusik-Garten, der kleinen und großen Besuchern Raum zum Ausprobieren und Erforschen gibt.

 

Barrierefrei

Hinweise zur Barrierefreiheit / Abweichungen von den Piktogrammen:

  • Die Kasse ist nicht barrierefrei zugänglich, bitte vorab telefonisch anmelden
  • Für die Steigung zum Museum ist eine Begleitperson nötig - Zugang (109 cm) über eine Außenstufe à 12 cm und eine Innenstufe à 5 cm
  • Das Erdgeschoss ist barrierefrei zugänglich

  • Führungen für Blinde sind auf Anfrage möglich

Industriekultur

Himmel voller Geigen

In einer Gaststätte in Markneukirchen hängt der Himmel wirklich voller Geigen. Das ist kein Wunder, denn Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Musikinstrumentenbau die vogtländische Kleinstadt zu einem der reichsten Orte Sachsens gemacht. In einzelnen Branchen beherrschten die Betriebe beidseits der sächsisch-böhmischen Grenze bis zum Zweiten Weltkrieg mehr als 50 % des Weltmarktes. Begonnen hatte alles 1677, als sich im Zuge der Gegenreformation zwölf böhmische Geigenbauer in Markneukirchen ansiedelten und mit kurfürstlicher Genehmigung die erste Geigenbauer-Innung gründeten. Bald folgten Bogenbau und Saitenfertigung und schon Ende des 18. Jahrhunderts wurde die ganze Palette klassischer Orchesterinstrumente im Vogtland gefertigt. Im nahen Klingenthal etablierte sich der Harmonikabau. Noch heute ist der weiterhin vielfältige Instrumentenbau eingebettet in gelebte Musikkultur, die von Musikwettbewerben und Festivals zu Hausmusik, von Chören und Orchestern bis hin zu Blaskapellen reicht.

In Markneukirchen informiert bereits seit 1883 ein Musikinstrumenten-Museum über den Musikinstrumentenbau vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Über instrumentale Kostbarkeiten staunt man im Museum ebenso wie über echte Superlative: die weltgrößte Geige etwa oder die größte spielbare Tuba aus dem Jahr 2010.

Unter den zahlreichen weiteren Museen der Region seien noch das Framus Museum am selben Ort und das Harmonikamuseum Zwota bei Klingenthal hervorgehoben. Musiker und Musikliebhaber können aber auch im Rahmen der „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau“ hinter die Kulissen schauen und bei der Entstehung „ihres“ Musikinstruments dabei sein.

Reformation

Nach der Schlacht am Weißen Berg, die mit der Niederlage der Protestanten in Böhmen und Mähren endete, wurden diese  gnadenlos verfolgt und vertrieben. Die meisten von ihnen fanden Aufnahme in Sachsen, wo sie dem Land neue Impulse gaben. Glaubensflüchtlinge aus Graslitz begründeten nach 1654 in Markneukirchen und Klingenthal den Musikinstrumentenbau im sächsischen Vogtland, der bis zum Zweiten Weltkrieg sogar Weltmarktführer war. Noch heute werden in diesen und benachbarten Orten Musikinstrumente aus Meisterhand hergestellt.

Das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen hat mehr als dreitausend Ausstellungsstücke, darunter viele Streich-, Zupf- und Blasinstrumente aus der Region. Diese werden auch gerne einmal vorgeführt, so auch die größte Geige und die größte Tuba der Welt. Musiker, Musikvereine und Musikbegeisterte können im Rahmen der „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau“ hinter die Kulissen des traditionellen Handwerks im sächsischen „Musikwinkel“ schauen. Schon Martin Luther wusste die Musik zu schätzen: „Sie ist die beste Labsal für einen betrübten Menschen.“

Touren in der Umgebung

Standort

Barrierefreie Merkmale

Parken

  • ausgewiesener Behindertenparkplatz vorhanden


Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 70 cm
    Zugänge über max. eine Stufe oder Rampe


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 80 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 130x130 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 80 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden


Zusätzliche Hilfen / Angebote

  • Hilfen / Angebote für Blinde und sehbehinderte Menschen