Museum Saigerhütte Olbernhau

In der Hütte 10, 09526 Olbernhau

Tel. : +49 (0) 37360 73367

Fax. : +49 (0) 37360 79567


www.olbernhau.de

Beschreibung

Um Silber aus silberhaltigem Schwarzkupfer zu gewinnen, wurde der Olbernhauer Hüttenbetrieb 1537 gegründet – über Jahrhunderte galt das Saigerverfahren als Spitzenleistung des Hüttenwesens. Rings um das industrielle Hüttenleben mit Hammer- und Walzwerken entstand, umgeben von einer wehrhaften Mauer, über Jahrhunderte ein in sich geschlossenes Gemeinwesen.

Heute bieten auf dem Areal 22 noch erhaltene Bauten einen Einblick in die Technik, Geschichte und historisch-soziale Struktur eines Jahrhunderte alten metallurgischen Betriebs. 

Barrierefrei

Hinweise zur Barrierefreiheit / Abweichungen von den Piktogrammen:

  • Im Museumskomplex mit verschiedenen Gebäuden ist der historische Kupferhammer (Tür >90 cm) über eine mobile Innenrampe (22% Stg., 2,2 m lang, 82 cm breit) und Stockhausen – das lebendige Spielzeugland für Rollstuhlfahrer zugänglich
  • Aufgrund der Wegbeschaffenheit, Steigungen im Gelände und den historischen Gebäuden ist eine Begleitperson erforderlich
  • Rollstuhlfahrer-WC: Tür 93 cm, 170x120 cm vor und 95 cm neben dem WC

  • Führungen für Blinde und Lernbehinderte nach Absprache

Industriekultur

Gemeinsames Dach

Das Erzgebirge ist wahrlich reich an Zeugnissen des historischen Bergbaus. Inmitten dieses Reichtums ist die Saigerhütte in Grünthal, etwas südlich von Olbernhau gelegen, noch hervorzuheben. Während man an anderen Orten überwiegend Einzeldenkmale findet, handelt es sich bei dieser in Zentraleuropa beispiellosen Anlage um ein noch fast vollständiges, teilweise ummauertes Hüttenwerk. Das Ensemble von mehr als 20 Bauwerken umfasst ein noch funktionsfähiges Hammerwerk mit gewaltigen Schwanzhämmern, eine Schmelzhütte mit Öfen und Herden, Herren- und Arbeiterwohnhäuser bis hin zur einstigen Hüttenschänke, in der heute ein Hotel betrieben wird. Bis 1945 wurde in dem 1537 vom Annaberger Bergmeister Hans Leonhardt gegründetem Werk Kupfer geseigert und veredelt. Beim Seigern, früher „Saigern“ genannt, handelt es sich um ein Metallverhüttungsverfahren, das erstmals wohl im frühen 15. Jahrhunderts angewendet wurde, um aus Schwarzkupfer das Restsilber auszuschmelzen. Die 300 Jahre im Besitz des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsens befindliche Saigerhütte erweiterte sehr früh ihr Portfolio und entwickelte sich zu einem Zentrum der Kupferverarbeitung. Ihr bekanntestes Produkt, das „Grünthaler Dachkupfer“, zierte 400 Gebäude in ganz Europa, darunter so illustre wie den Petersdom in Rom, die Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia und das Reichstagsgebäude in Berlin.

Standort

Barrierefreie Merkmale

Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 70 cm
    Zugänge über max. eine Stufe oder Rampe


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 150x150 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 90 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden


Zusätzliche Hilfen / Angebote

  • Hilfen / Angebote für Blinde und sehbehinderte Menschen

  • Hilfen / Angebote für lern- und geistigbehinderte Menschen