Leipziger Baumwollspinnerei

Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

Tel. : +49 (0) 341 4980200

Fax. : +49 (0) 341 4980375


www.spinnerei.de

Beschreibung

Industriekultur

Große Spinner

Wer die „Spinnerei“, einen Hotspot der internationalen Kunstszene im Westen Leipzigs, besucht, spürt den neuen Geist des alten Industriestandortes. Etwa 100 Ateliers bieten Künstlern die zum Arbeiten nötigen Raum und Ruhe. Neben Theatern und Galerien sind auch Büros, Läden, Werkstätten und kleinere Betriebe angesiedelt. Hier begegnen sich Künstler, Designer, Drucker, Galeristen, Hipster und Ausflügler auch schon mal am selben Bratwurststand. 1884 im gerade trocken gelegten Sumpfland westlich von Leipzig gegründet, entwickelte sich die Leipziger Baumwollspinnerei innerhalb von 25 Jahren zur größten ihrer Art auf dem europäischen Festland. Bis zu 4.000 Arbeiterinnen produzierten auf 260.000 Spindeln und 208 Kämmmaschinen Baumwolle. Stolze Industriearchitektur kündete vom wirtschaftlichen Erfolg. Spinnereischule, Betriebsfeuerwehr, Werkskantine und eine Badeanstalt wurden eingerichtet, Arbeiterhäuser erbaut, später sogar ein Kindergarten und ein Park mit Turnhalle. Musikkapellen, Tanzgruppen und Männerchöre wurden gegründet. Aus der Fabrik war eine Stadt geworden. 1993 musste die Textilproduktion eingestellt werden. Übrig blieben solide Backsteingebäude, die eigentlich nicht auf neue Nutzung hoffen durften. Da sich aber, wie oft in Leipzig, zu Ideen, Initiative und Experimentierfreude noch professionelles Management und politische Unterstützung fügten, wurde der Ort mitverantwortlich für das „Leipziger Kunstwunder“.

Standort