Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster - Kleines Zittauer Fastentuch

Klosterstraße 3, 02763 Zittau

Tel. : +49 (0) 3583 554790

Fax. : +49 (0) 3583 55479210


www.zittau.de

Beschreibung

Um 1000 wird erstmals von dem Brauch berichtet, in der Fastenzeit Altäre, Reliquien, Bilder, ja ganze Altarräume mit großen Tüchern zu verdecken. Diese Textilien nannte man Fastentücher. Das Große Zittauer Fastentuch (1472) und das Kleine Zittauer Fastentuch (1573) sind zwei seltene Erinnerungen aus dieser Zeit. Das kleine Fastentuch ist das einzige Exemplar des sogenannten Arma Christi Typs in Deutschland. Weltweit haben sich von ihm nur sechs Tücher erhalten. Das kleine Fastentuch wird im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster gezeigt.

Barrierefrei

Für Rollstuhlfahrer sind das Franziskanerkloster, das Kleine Fastentuch und das Rollstuhlfahrer-WC zugänglich. Weitere Bereiche im EG des Museums sind nur mit Begleitperson zu besichtigen (steile Rampe 15% Stg. u. mobile Anlegerampen). Rollstuhlfahrer-WC: Tür 94 cm, 126x180 cm vor WC, 90 cm neben WC.

Führungen und museumspädagogische Angebote auf Anfrage.

Reformation

Zwanzig Jahre lang wurde das Prager Erzbistum im 15. Jahrhundert vom Zittauer Franziskanerkloster aus verwaltet, weil die Hussitenkriege in Böhmen wüteten. Hundert Jahre späten waren es die Protestanten, die nach der Schlacht am Weißen Berg nach Zittau flohen und im dann aufgehobenen Kloster einen Gottesdienstraum erhielten. Die Franziskaner waren 1244 nach Zittau gekommen und hatten 1268 mit dem Klosterbau begonnen. 1543 wurde das Kloster an den Rat der Stadt übergeben. Die Klosterkirche wird seit 1598 von der evangelischen-lutherischen Kirchgemeinde genutzt, die restlichen Gebäude gehören heute dem Städtischen Museum Zittau. Ihr heutiger Zustand spiegelt die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Klosters wieder. Im Ostflügel hat sich noch viel aus der Zeit der Franziskaner erhalten, so auch Teile des Kreuzgangs. In den alten Mönchszellen im Obergeschoss wurden 2008 einzigartige Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert entdeckt, die einen Jungbrunnen darstellen, zu dem Menschen aus allen Ständen streben. Wo einst die Mönche beigesetzt wurden, entstand im 17. und 18. Jahrhundert ein einzigartiger Begräbnisplatz. Mit seinen geschlossenen Grufthausreihen ist der Klosterhof ein beeindruckendes Beispiel für bürgerlich-protestantische Bestattungskultur. Am Ende des Ostflügels ist in einem separaten Raum das Kleine Zittauer Fastentuch aufgehängt, das aus protestantischer Zeit stammt und die Kreuzigung Christi zeigt. Es ist das einzige seiner Art in Deutschland und eines von weltweit sechs. Das Kleine Zittauer Fastentuch gehört zu den Stationen an der Via Sacra, einer touristischen Route im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Sie führt zu ganz besonderen sakralen Bauwerken und Kunstschätzen.

Standort

Barrierefreie Merkmale

Parken

  • ausgewiesener Behindertenparkplatz vorhanden


Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugänge stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 150x150 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 90 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden