Klosterkirche St. Heinrich Pirna

Klosterhof, 01796 Pirna

Tel. : +49 (0) 3501 5710164

Fax. : +49 (0) 3501 528561


www.kath-kirche-pirna.de

Beschreibung

Das ehemalige Kloster der Ordens, dem auch der gebürtige Pirnaer Johann Tetzel angehörte, dient heute als katholische Kirche und Stadtmuseum.

Reformation

Im Jahr 1542 war das Pirnaer Dominikanerkloster, das 1307 erstmals urkundlich erwähnt worden war, an seinem Tiefpunkt angekommen – eine Aufstellung wies es als das ärmste der verbliebenen sächsischen Klöster aus und nur noch vier Mönche waren am Jahresende übrig. Mit ihrem wenig vorbildlichen Lebenswandel waren die Dominikaner schon im Jahrhundert vor der Reformation in Tetzels Heimatstadt unangenehm aufgefallen. Schon zwei Jahre vor dem Tod Georg des Bärtigen bemühte sich der Stadtrat insgeheim in Wittenberg um einen reformatorisch gesinnten Pfarrer. Nachdem das Kloster 1548 aufgegeben worden war, wurden die Gebäude trotz eines Verbotes des Kurfürsten Moritz an Pirnaer Bürger veräußert. Die Klosterkirche, als selten anzutreffende zweischiffige Hallenkirche ausgeführt, bietet heute bis auf den abgetragenen Chor noch das gleiche Bild wie im 15. Jahrhundert. Nach langer Nutzung für profane Zwecke ist sie wieder ein Gotteshaus, das von der katholischen Kirche genutzt wird. Im sehenswerten einstigen Kapitelsaal befindet sich heute das Stadtmuseum. Die ehemalige Marienkapelle wurde dafür zum Eingangs- und Verwaltungsgebäude umgestaltet.

Standort