Kloster Buch

Klosterbuch 1, 04703 Leisnig

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Beschreibung

Reformation

Nicht länger wollte man sich vom Kloster St. Marien in Buch in geistlichen Dingen führen lassen – die Bürger von Leisnig richteten sich lieber nach den Lehren Luthers und nahmen die Dinge in die eigenen Hände, wie die Leisniger Kastenordnung zeigt. Für das nahe der Stadt gelegene Zisterzienserkloster bedeutete das ein schnelles Ende. Als Abt Antonius Dietz 1525 starb, verhinderte der sächsische Kurfürst die Wahl eines Nachfolgers und hob das Kloster auf. 1192 waren die Mönche auf das Klostergelände gezogen. Das Kloster entwickelte sich prächtig und betrieb erfolgreich Landwirtschaft und Weinanbau. Nach seiner Aufhebung wurde das Gelände noch bis 1992 als Gut bewirtschaftet. Heute gehört es einem Förderverein, der Stück für Stück das ehemalige Klosterleben wieder sichtbar macht. Viele Klostergebäude sind noch erhalten und werden saniert. Die Gutskirche wurde 1678 aus Bauteilen der Klosterkirche errichtet. Als einziges Gebäude der Klausur hat sich das Kapitelhaus erhalten. Darin befindet sich auch ein Necessarium, eine mittelalterliche Toilettenanlage, wie sie in Europa nur selten erhalten ist. Das noch vorhandene Ensemble aus Krankensaal und Kapelle in der Infirmerie ist ebenfalls eine Rarität. Im Abthaus stammen noch eine Kassettendecke und der Dachstuhl aus der Zeit der Erbauung. Die ehemalige Schmiede konnte ebenfalls denkmalgerecht saniert werden.

Standort