Kalkwerk Lengefeld

Kalkwerk 4a, 09514 Pockau-Lengefeld

Tel. : +49 (0) 37367 2274

Fax. : +49 (0) 37367 2274


www.kalkwerk-lengefeld.de

Beschreibung

Industriekultur

Große Kunst

Einmal war im Wald zwischen Heinzebank und Pockau die große Kunst zu Gast. Das war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als Bilder aus der Dresdner Gemäldegalerie in den Untertagebereich des hiesigen Kalkwerks ausgelagert waren, bis sie von der sowjetischen Trophäenkommission beschlagnahmt, in die Sowjetunion verbracht und dann in den fünfziger Jahren zurückgegeben wurden. Den Gemälden hat der Aufenthalt im Kalkwerk Lengefeld sicherlich nicht gut getan, was man für heutige Besucher nicht behaupten kann. Ein Besuch lohnt, denn hier wird seit 450 Jahren Dolomitmarmor abgebaut und zu Steinmehl und Branntkalk verarbeitet. Lange Zeit übrigens ausschließlich in den warmen Monaten. Da viele Prozesse im Freien stattfinden müssen, wurde der Betrieb im Winter eingestellt. Die Bergleute mussten dann einer zweiten Tätigkeit, oft als Weber, nachgehen. Das Kalkwerk fördert nach wie vor, verfügt aber über einen imposanten Denkmalteil, in dem man den gesamten technologischen Prozess vom Abbau des Kalkmarmors bis zur Bindemittelherstellung nachvollziehen kann. Im Rahmen geführter Rundgänge kann auch der große Tagebruch mit Sprengmittellager, historischen Gebäuden, Bergbaumaschinen und -geräten besichtigt werden. Neben der Ausstellung, die sich auch der kurzen Episode des Kalkwerks als Kunstsammlung und den notwendigen Nebentätigkeiten der Bergleute widmet, zieht garantiert auch die Architektur der historischen Kalkbrennöfen jeden Besucher in ihren Bann.

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Standort