Heinrich-Schütz-Haus Dresden

Neumarkt 12, 01067 Dresden

Tel. : +49 (0) 351 2635960

Fax. : +49 (0) 351 26359611


www.heinrich-schuetz-residenz.de

Beschreibung

Reformation

Dreißig Jahre lang tobte der Krieg, mit dem sich die Spannungen zwischen Katholiken, Lutheranern und Calvinisten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entluden. Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung kam ums Leben. In diesen Zeiten einer „nahezu qualvollen Existenz“ hob Heinrich Schütz, der „Vater der deutschen Musik“, das Niveau seiner Kompositionen in bis dahin unbekannte Höhen und wurde zum ersten deutschen Komponisten von Weltrang. Unter konsequenter und meisterhafter Verwendung der deutschen Sprache schuf er eine neue Qualität in der protestantischen Kirchenmusik. Seine Musik war von melancholischer, schwermütiger Schönheit und wurde von ihm innovativ in Szene gesetzt. Fast vierzig Jahre wirkte er in Dresden und wohnte im Heinrich-Schütz-Haus am Neumarkt, an dessen Eckerker sich der berühmte Kinderfries befindet und die heute als Seniorenresidenz und Gästehaus dient. Heinrich Schütz leitete die Chursächsische Hofkapelle, die heutige Sächsische Staatskapelle Dresden. Viele seiner Musikstücke führte er in der Schlosskapelle auf. Hochgeehrt starb Schütz im hohen Alter von 87 Jahren und wurde in der Frauenkirche begraben, wo ein in den Boden eingelassenes Gedenkband an ihn erinnert, ebenso eine Stele in der Nähe des Zwingerteichs. In seinen Wirkungsstätten Dresden, Weißenfels und Bad Köstritz findet jährlich das Heinrich Schütz Musikfest statt.

Standort