Haus Schminke

Kirschallee 1b, 02708 Löbau

Tel. : +49 (0) 3585 862133

Fax. : +49 (0) 3585 833010


www.stiftung-hausschminke.eu

Beschreibung

Das Haus Schminke von Hans Scharoun in Löbau zählt zu den Stilrichtungen „Neues Bauen" und „International Style". Weltweit gibt es davon nur vier herausragende Beispiele. Das einzigartige Bauwerk der Moderne aus dem Jahr 1930 fehlt in keinem Architektur-Lexikon und steht seit 1978 unter Denkmalschutz. Extravagant und funktionell zugleich wurde es perfekt auf die Bedürfnisse seines Bauherren, des Löbauer Nudelfabrikanten Fritz Schminke, zugeschnitten. Ein gebogener Korpus mit Terrassen, Außentreppe und Bullaugenfenstern, fließende Übergänge im Wohnbereich, großzügige Glasflächen, die den Garten in den Raum holen – das Haus ist eine Offenbarung an Weite und Transparenz, aber auch pragmatischen Lösungen etwa im Wirtschaftsteil.

Und das Beste: Haus Schminke bietet Architektur zum Erleben. Gäste können selbst in den Genuss dieses wunderbaren Wohnerlebnisses kommen und eine Nacht in den heiligen Hallen verbringen.

Barrierefrei

Anmeldung ü. Klingel am Tor bzw. ü. Begleitperson für mobile Rampe (9% Stg., 1 m lang) am Eingang (Tür 89 cm). Rolli-WC: Tür 93 cm, 121x130 vor WC, 88 cm neben WC. EG barrierefrei.

 

Industriekultur

Neues Bauen

Sie sind die Ikonen des „Neuen Bauens“: Frank Lloyd Wrights „Fallingwater“, Le Corbusiers „Villa Savoye“, Mies van der Rohes „Haus Tugendhat“ – und Hans Scharouns „Haus Schminke“ in der sächsischen Kleinstadt Löbau. Der Eigentümer der örtlichen „Anker“-Nudelfabrik war nach einem Besuch der Stuttgarter Weißenhofsiedlung an den berühmten Architekten herangetreten. Fritz Schminke wünschte sich „ein modernes Haus für zwei Eltern, vier Kinder und gelegentlich ein bis zwei Gäste“. Bauherr und Architekt entwickelten gemeinsam das Konzept, das 1930 bis 1933 verwirklicht wurde und in dem sich geradezu mustergültig die Formensprache der Moderne ausdrückt. Der gebogene Korpus mit Terrassen, Außentreppe und zahlreichen runden Bullaugenfenstern weckt die Assoziation zu einem Schiff. Im Wohnbereich gehen die Räume fließend ineinander über. Großzügige Glasflächen beziehen den Garten als erweiterten Wohnraum mit ein. Vielfältige Gestaltungselemente prägen das Raumerlebnis. Die Wirtschaftsräume und der Schlafbereich sind hingegen bewusst spartanisch gehalten – alles ist praktisch und platzsparend. Die Familie Schminke erhielt das von der sowjetischen Armee beschlagnahmte Haus zwar 1946 wieder, da ihr jedoch durch Enteignung der Nudelfabrik die Existenzgrundlage entzogen war, ging sie 1951 nach Celle. Das Haus Schminke wurde dann über Jahrzehnte zweckentfremdet genutzt. Immerhin blieb es auf diese Weise erhalten und ist heute Besuchern nach sorgfältiger Restaurierung wieder zugänglich. Sogar Übernachtungen sind möglich.  

Bauhaus und Moderne

Das Haus Schminke von Hans Scharoun ist eines der weltweit vier herausragenden Beispiele der Stilrichtungen "Neues Bauen" und "International Style". Hans Scharoun entwarf es 1930 für den Löbauer Nudelfabrikanten Fritz Schminke. Basierend auf Funktionsbedürfnissen, entwickelte der Architekt das Haus von innen nach außen und schuf dadurch spannungsvolle Beziehungen von Außen- und Innenraum. Die Umsetzung ist extravagant und funktionell zugleich. Der gebogene Korpus mit Terrassen, Außentreppe und zahlreichen runden Bullaugenfenstern weckt die Assoziation zu einem Schiff. Im Wohnbereich gehen die Räume fließend ineinander über. Großzügige Glasflächen beziehen den Garten als erweiterten Wohnraum mit ein. Neben Weite und Transparenz setzen vielfältige Gestaltungselemente in verschiedenen Formen und Farben Akzente.  Die Wirtschaftsräume und der Schlafbereich sind im Gegensatz dazu bewusst spartanisch gehalten - mit leicht zu reinigenden Oberflächen und platzsparenden Einbauschränken. Regelmäßig finden öffentliche Führungen finden regelmäßig statt, individuelle Anfragen sind jederzeit möglich. Übernachten, Feiern und Tagungen im Haus sind ebenfalls ganzjährig möglich.

Standort

Barrierefreie Merkmale

Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 70 cm
    Zugänge über max. eine Stufe oder Rampe


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 80 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 130x130 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 80 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden