Göltzschtalbrücke

08468 Reichenbach

Tel. : +49 (0) 3765 392 808

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www.goeltzschtalbruecke.info

Beschreibung

Industriekultur

Über-Überquerung

Eine Brücke, die gleichzeitig als Gefängnis dient? Hätte es fast gegeben, aber dieser Entwurf für eine Überquerung über das tiefe Tal der Göltzsch scheiterte ebenso wie die anderen Wettbewerbsbeiträge von Architekten daran, dass nicht mittels statischer Berechnungen nachgewiesen worden war, das er den Anforderungen durch die Belastungen des Eisenbahnverkehrs gewachsen war. Abhilfe verschaffte Johann Andreas Schubert,  Konstrukteur der ersten deutschen Lokomotive und Professor an der Königlich-Technischen Bildungsanstalt in Dresden. Er legte einen eigenen, statisch geprüften Entwurf vor, der schließlich realisiert wurde. Die Brücke beeindruckt bis heute mit ihren schieren Dimensionen. Zum Zeitpunkt der Eröffnung 1851 war sie mit 78 m die höchste Eisenbahnbrücke der Welt, die größte Ziegelbrücke ist sie bis heute. Dieser Baustoff war ungewöhnlich, konnte aber aufgrund großer Lehmvorkommen in der Umgebung kostengünstig und schnell beschafft werden. Die Eleganz der Göltzschtalbrücke erlebt man am besten auf einem der beschilderten Wanderwege entlang der Brücke oder bei einer Fahrt mit dem naheliegenden Fesselballon, der in 150 m Höhe aufsteigt und einen großartiger Blick auf das Bauwerk und seine Umgebung bietet. Unweit der Götzschtalbrücke überquert übrigens die „kleine“ Schwester das Tal der Weißen Elster. Für die Elstertalbrücke wurden lediglich 12 Millionen Ziegelsteine verbaut. Und mit läppischen 68 Meter Höhe ist sie 10 Meter niedriger als ihre berühmte Verwandte.

Standort