Deutsches Uhrenmuseum Glashütte

Schillerstraße 3a, 01768 Glashütte

Tel. : +49 (0) 35053 46283

Fax. : +49 (0) 35053 46285


www.uhrenmuseum-glashuette.com

Beschreibung

Glashütte ist seit mehr als 170 Jahren ein bedeutendes Zentrum deutscher Uhrmacherkunst. Nach der Wiedervereinigung wurde die Kleinstadt südlich von Dresden erneut zum Synonym höchster Qualität, Präzision und Luxus „Made in Germany“.

Um die reiche und wechselvolle Geschichte der Stadt zu vermitteln und ihr historisches Erbe zu bewahren, gründeten die Manufaktur Glashütte Original und die Stadt Glashütte im Jahr 2006 gemeinsam die Stiftung „Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek“. Unter dem Motto „Faszination Zeit – Zeit erleben“ inszeniert das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte nicht nur die lange Tradition des mechanischen Uhrenbaus, sondern verschafft auch einen emotionalen Zugang zum Phänomen Zeit.

Im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte ist die Entwicklung der Glashütter Uhrenfabrikation von der Gründung 1845 durch Ferdinand Adolph Lange bis zur Gegenwart dargestellt. Die Ausstellung umfasst Taschen-, Pendel- und Armbanduhren, Marinechronometer, nachgestaltete Arbeitsplätze, Werkzeuge und eine Anzahl feinmechanischer Erzeugnisse. Verschiedene „Zeiträume“ vermitteln den Besuchern praktische und technische Aspekte des Uhrmacherhandwerks.

Auf 2 Stockwerken und 1000m² Ausstellungsfläche werden mehr als 500 einmalige Exponate präsentiert und multimedial erlebbar gemacht: Glashütter Taschen- und Armbanduhren verschiedener Epochen, Marine-Chronometer, historische Urkunden, Werkzeuge sowie Fotografien werden kunstvoll in Szene gesetzt.

Thematisch setzt sich die Ausstellung aus einer Reihe von „Historienräumen“, „Zeiträumen“ und einer Schauwerkstatt zusammen, die von einem Prolog und einem Epilog eingerahmt werden. Die „Historienräume“ bereiten den geschichtlichen Kontext der Uhrenstadt auf und stellen berühmte Persönlichkeiten und Gründerväter vor, die Glashütte zur Hochburg des feinen deutschen Uhrenbaus werden ließen. Im Laufe des Parcours werden weitere Epochen dargestellt, die Glashütte maßgeblich geprägt haben wie Gründerzeit, Erster und Zweiter Weltkrieg, Demontage und Enteignung sowie Wiedervereinigung und Neugründung.

Die „Zeiträume“ unterbrechen die chronologische Abfolge der Glashütter Uhrengeschichte und entführen den Besucher u.a. in den Mikrokosmos einer mechanischen Uhr, der so die Präzision und das Zusammenspiel hunderter Einzelteile erfahren kann. Zum selbständigen Entdecken lädt ebenso ein weiterer multimedialer „Zeitraum“ ein, der ein interaktives Glossar der Zeitmessung beinhaltet.

Als moderne Zeitwelt spricht das Museum nicht nur Uhrenenthusiasten an, sondern wendet sich bewusst auch an junge Menschen und Familien, die mehr über die Geheimnisse der Zeitmessung erfahren möchten.

Barrierefrei

Hinweise zur Barrierefreiheit / Abweichungen von den Piktogrammen:

  • Extraeingang (Klingel) für Rollstuhlfahrer mit Glasaufzug
  • Rollstuhlfahrer-WC: Tür 94 cm, 133x125 cm vor und 130 cm neben dem WC

Industriekultur

Zeiten-Wende

Manchmal geschehen doch noch Wunder: 1990 wurde der VEB Glashütter Uhrenbetriebe privatisiert, in dem alle früheren Unternehmen der Glashütter Uhrenindustrie nach ihrer Verstaatlichung zusammengefasst worden waren. Unter der Marke „Glashütte Original“ wurden – nach Jahren der Massenproduktion unter sozialistischer Herrschaft – wieder hochwertige mechanische Uhren auf den Markt gebracht. Der Erfolg führte zur Neugründung ehemaliger Unternehmen und zu weiteren Ansiedlungen. Heute bekommen Liebhaber von hochwertigen Uhren bei der bloßen Erwähnung des Wortes „Glashütte“ feuchte Augen. Und um den wieder so begehrten Schriftzug „Glashütte i/Sa“ auf ihre Uhren setzen zu können, müssen die Hersteller eine Fertigungstiefe vor Ort von mehr als 50 Prozent nachweisen.

Begonnen hatte alles mit Wirtschaftsförderung: 1845 gewährte der Dresdner Hof dem Uhrmachermeister Ferdinand Adolph Lange 7.000 Taler Anschubfinanzierung für die Ansiedlung einer Uhrenmanufaktur in strukturschwachen Region. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelangte „Lange & Söhne“ ab 1875 zu Weltruhm, was Aus- und Neugründungen nach sich zog. Wer die heutige Uhrenproduktion erleben möchte, sollte sich durch die gläserne Manufaktur von Glashütte Original führen lassen und das Deutsche Uhrenmuseum im Gebäude der ehemaligen Deutschen Uhrmacherschule besuchen, das neben der wundersamen Geschichte der Uhrenindustrie in Glashütte auch wertvolle und rare Uhren aus einheimischer Produktion präsentiert.

Standort

Barrierefreie Merkmale

Eingang in die Einrichtung / Wege innerhalb der Einrichtung

Rampen mit > 6% Steigung werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugänge stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe


Aufzug

Bedienelemente mit einer Höhe > 115 cm werden im Text ausgewiesen

  • Türbreite min. 90 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Aufzugsgrundfläche min. 110x140 cm


Rollstuhlfahrer-WC

  • Türbreite min. 80 cm
    Zugang stufenlos (max. 3 cm) oder Rampe
    Bewegungsfläche vor dem WC-Becken min. 130x130 cm
    Platz links oder rechts neben dem WC-Becken min. 80 cm
    Klappbare Haltegriffe am WC-Becken vorhanden