Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau

Lindenstraße 2, 01734 Rabenau

Tel. : +49 (0) 351 6413611

Fax. : +49 (0) 351 65260622


www.deutsches-stuhlbaumuseum.de

Beschreibung

Industriekultur

Große Bude

Wer meint, Stuhlbau sei das Zusammenschrauben von vorgefertigten Holzleisten nach schwedischen Bilderrätseln, wird im Deutschen Stuhlmuseum Rabenau bei Dresden eines besseren belehrt. Schon 1720 schrieb der sächsische Hofgeograph Adam Friedrich Zürner: „Rabenau, hier ist merkwürdig, daß fast alle Einwohner Stuhlmacher sind, die hölzerne Lehnen zu Stühlen machen, auch geflochtene Englische, geschnitzte und andere feine Stühle, schon über 100 Jahre ...“ Die Rabenauer zögerten jedoch sehr lange mit der Industrialisierung ihres Gewerkes. Erst 1870 ließ der Stuhlhändler Ferdinand Reuter auf dem Gelände der Burgruine eine große Fabrikanlage errichten, in der nach dem Vorbild der Wiener Firma Thonet Stühle aus gebogenem Buchenholz hergestellt wurden. Zeitweise arbeiteten mehr als 1.000 Menschen in der „Die große Bude“ genannten Fabrik. 1918 gab es in Rabenau 18 Fabriken, 38 Stuhlbauer-, 14 Holzbildhauer-, 6 Drechsler-, 6 Beizer- und Poliererwerkstätten. Ein Vorläufer des heutigen Stuhlmuseum wurde 1931 eingerichtet, schon 1978 siedelte das Museum ins Vorwerksgebäude der Burg um. 2005 konnte als große Attraktion der fast komplette Maschinenraum der Stuhlmachers Kurt Aehlig übernommen werden, dessen Ausstattung weitgehend aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt. Außerdem zeigt das Museum Stühle verschiedener Stilepochen vom Barock bis zu  „Rabenauer Thonetstühlen“ sowie Werkzeuge und Vorrichtungen aus der handwerklichen Stuhlmacherei.

Touren in der Umgebung

Standort