Bergbaumuseum Altenberg

Mühlenstraße 2, 01773 Altenberg

Tel. : +49 (0) 35056 31703

Fax. : +49 (0) 35056 32542


www.bergbaumuseum-altenberg.de

Beschreibung

Industriekultur

Grenz-Erfahrung

Von einer Aussichtplattform am Rande von Altenberg bietet sich eine einzigartige Aussicht auf einen 160 m tiefen Einbruchtrichter von 450 m Durchmesser, die „Altenberger Pinge“. Sie verdankt ihre Entstehung dem „Feuersetzen“, einem Verfahren, mit dem über Jahrhunderte einer der bedeutendsten Zinnlagerstätten Europas zu Leibe gerückt wurde. Genaueres erfährt man im Schaustollen des örtlichen Bergbaumuseum, zu dem auch die rekonstruierte „IV. Wäsche“ mit ihrem 40-stempeligen hölzernen Pochwerk gehört. In dieser in Alter, Größe und Art in Europa einzigartigen Anlage wurde das Erz zu feinem Schlamm zerkleinert. Anschließend konnte der Zinnstein unter Zugabe von Wasser ausgewaschen und das so gewonnene Erzkonzentrat in Schmelzhütten zu Reinzinn verschmolzen werden. Im benachbarten Zinnwald wurde ab dem 16. Jahrhundert „auf Zinn gegangen“. Später wurden auch Wolframerze und Lithiumglimmer gefördert. Heute sind vor allem das Besucherbergwerk Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald mit dem Tiefer-Bünau-Stollen und der gewaltigen Reichtroster Weitung einen Besuch wert. Wer die Erkundung der Bergbauhistorie des östlichen Erzgebirges mit einem Landschaftserlebnis verbinden will, kann auf dem 40 km langen, grenzüberschreitenden Bergbaulehrpfad von Krupka, dem einstigen Graupen, über Altenberg und Zinnwald nach Dubí, früher Eichwald wandern. Denn der Bergbau war auch im böhmischen Teil des Erzgebirges zu Hause.

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