Richard Wagner in Pirna - Graupa

Dies sollte der Ort sein, an dem Richard Wagner die Musik für „Lohengrin“ skizzierte. Eigentlich wollte er sich zurückziehen, um sich von seiner Aufgabe als Kapellmeister in Dresden zu erholen. Doch die Wohnung mit den zwei kleinen Zimmern, welche sonst untypisch für den verschwenderischen Wagner waren, und die landschaftliche Idylle und Ruhe wirkten zu positiv, um die Musik vergessen zu können.

Sehenswerte Wagner Spuren

Lohengrinhaus

Bereits 1907 wurde das ehemalige Bauerngut zur Gedenkstätte für Richard Wagner. Die Stube und Schlafkammer wurden im Stil von sächsischen Bauernstuben des 19. Jahrhunderts rekonstruiert. Heute widmet sich das „Lohengrinhaus“ der Ausstellung „Mein lieber Schwan“, welche sich um seinen musikalischen Werdegang und die zahlreichen Wanderungen dreht, die Wagner unternahm.

Internet: www.richard-wagner-museum.de

Das Graupaer Jagdschloss

Auf seinen Spaziergängen mit Hund Peps, ist Richard Wagner wohl auch sehr oft am nur wenige hundert Meter vom Lohengrinhaus entfernt gelegenen Jagdschloss vorbei gekommen. Hier entstand 2006 eine Dauerausstellung mit dem Thema „Richard Wagner und Sachsen“.

Internet: www.pirna.de

Wagner Denkmal im Liebethaler Grund

Während seiner Zeit in Graupa lief Richard Wagner oft durch den Liebethaler Grund. Hier sind auch Teile seiner Oper Lohengrin entstanden. Professor Guhr schuf Wagner zu Ehren ein 12,5m hohes, monumentales, bronzenes Denkmal, welches ursprünglich in Teplice oder Dresden aufgestellt werden sollte. Doch keiner der beiden Orte kam tatsächlich in Frage und so fand es schließlich seinen Platz im Liebethaler Grund, auf einem Teil des „Dichter-Musiker-Maler-Weges“ und wurde 1933 eingeweiht.

Internet: www.pirna.de

Tipps

Besuchen Sie Pirna!

Nur wenige Minuten und eine Brückenüberquerung entfernt, gelangen Sie von Graupa in die historische Altstadt Pirnas. Umgeben von Weinbergen, Schlössern und den Elbsandsteinmassiven hätte sich hier wahrscheinlich auch Wagner sehr wohl gefühlt.

Unbedingt anschauen sollten man sich die Spätgotische Hallenkirche St. Marien mit Taufstein und Altar aus Elbsandstein, den Teufels- und Engelserker - die zwei Häusergiebel mit Geschichte und das Marktplatzpanorama, dass schon vor Lebzeiten Wagner vom venezianischen Maler „Canaletto" entstanden ist.

Einmal auf dem Marktplatz angekommen, können Sie durch die zahlreichen kleinen Geschäfte bummeln, denn in der „Stadt der zahlreichen Einzelhändler" ist bestimmt für jeden etwas dabei.

Dichter-Musiker-Maler Weg

Dieser Weg beginnt in Dresden am „Blauen Wunder“ und endet am „Prebischtor“ in der Böhmischen Schweiz. Dieses Sandsteintor war schon für viele Dichter, Musiker und Maler ein beliebtes Wanderziel. Auf den circa 91 Kilometern passiert man zum Beispiel das Carl-Maria von Weber Museum in Hosterwitz oder das Richard – Wagner Museum in Graupa, aber auch im Uttewalder Grund oder im Kirnitzschtal gibt es jede Menge zu entdecken.

Internet: www.dichtermusikermaler-weg.de