Richard Wagner in Chemnitz

Die Flucht nach dem gescheiterten Mai Aufstand in Dresden brachte Richard Wagner mit seiner Frau Minna nach Chemnitz. Hier fanden sie Schutz bei Wagners Schwester Clara, bevor ihn die Flucht weiter in die Schweiz trieb. Clara und Richard Wagner standen sich sehr nah, ihr verriet er auch seine Liebesgeschichte mit Mathilde Wesendonck. Mathilde und Richard waren ‚Seelenverwandt‘, was seiner Frau Minna überhaupt nicht gefiel und sie dafür sorgte, dass sich die beiden nicht mehr zu nahe kommen. Später bezeichnete er Mathilde als seine einzige und wahre Liebe und nahm diese Geschichte zum Anlass, die Oper Tristan und Isolde zu schreiben.

Die Zeit der Flucht zog ein festes Band um Chemnitz und Wagner, und die Chemnitzer sind bis heute sehr daran bedacht, daran festzuhalten. Im Jahr 2000 wurde der komplette „Ring der Nibelungen“ zum ersten Mal in den neuen Bundesländern auf die Bühne gebracht und in der Wagner Festwoche 2013 wird es die Premiere von „Parsifal“ geben. (1./9. Juni)

Sehenswertes

"AIDA" im Theater Chemnitz

Wagner Spuren im Opernhaus Chemnitz

Schon in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erhielt Chemnitz den Beinamen „sächsisches Bayreuth“, dies hatten sie wohl auch dem jüdisch stämmigen Richard Tauber zu verdanken, der sich mit Hingabe den Stücken Wagners widmete. Diese Tradition hält bis heute an, im Laufe der Jahre gab es immer wieder Konzertreihen, Uraufführungen oder wie im nächsten Jahr eine Wagner Festwoche mit der Premiere des „Parsifal“, sowie der Wiederaufnahme des „Tannhäuser“ und „Tristan und Isolde“.

Mehr
Die Kunstsammlungen Chemnitz befinden sich in dem von Richard Möbius entworfenen, 1909 eröffneten König-Albert-Museum am Theaterplatz.

Wagner Spuren in den Kunstsammlungen Chemnitz

65.000 Exponate befinden sich im König-Albert Museum am Theaterplatz. Seit 1909 findet man hier unter anderem Gemäldesammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, Skulpturensammlungen, sowie ein Graphik-Kabinett. Das Museum wird höchsten Ansprüchen der musealen Präsentation gerecht und erhielt 2010 den Titel Museum des Jahres. Zu den Kunstsammlungen zählen ebenso das Museum Gunzenhauser, das Schlossbergmuseum sowie das Henry van de Velde-Museum. „Picasso und die Frauen“ und andere, zahlreiche Sonderausstellungen verliehen den Kunstsammlungen internationale Bekanntheit und brachte der Stadt Chemnitz als kulturelle Industriestadt weiteres Interesse.

Mehr
Es wurden Ergebnisse gefunden

Tipp

Jugendstilviertel Kaßberg

Der Kaßberg zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands. Seit Mitte der 90er Jahre ist er als Flächendenkmal geschützt und umfasst 480 Bauwerke der Gründerzeit, des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit.

Internet: www.chemnitz-tourismus.de