Richard Wagner und Sachsen sind untrennbar miteinander verbunden. In Leipzig und Dresden verbrachte der Komponist seine Kinder- und Jugendjahre.

Die frühen Dresdner Jahre (1842 - 1849) waren von einer großen Schaffenskraft geprägt.

Nach Teilnahme an des Dresdner Mai-Aufstand (1849) muss Wagner in die Schweiz fliehen. Erst spät erfolgt eine Aussöhung Wagners mit seiner Heimat Sachsen (1862-1881).

Kinder- und Jugendjahre, Leipzig, Dresden

1813 - 1834

  • 22. Mai 1813 - Geburt in Leipzig
  • 16. August 1813 - Taufe in der Thomaskirche in Leipzig
  • 1814 - nach dem frühen Tod des Vaters, Umzug mit Mutter und Schwestern zum Stiefvater Ludwig Geyer (gest. 1821) nach Dresden; nach Adoption bis 1828 Richard Geyer
  • 1822 - Aufnahme in die Dresdner Kreuzschule
  • 1826 - Richard lebt allein in Dresden während seine Familie in Prag ist
  • 1827 - Konfirmation in der Dresdner Kreuzkirche
  • Weihnachten 1827 - Wagner folgt Mutter und Schwestern nach Leipzig
  • 1828-1830 - Besuch der Nicolaischule in Leipzig, Besuch von Gewandhauskonzerten; heimlicher Kompositions-Unterricht
  • 1829 - Entschluss, Musiker zu werden nach Besuch von Beethovens „Fidelio" mit Wilhelmine Schröder-Devrient in der Hauptrolle
  • 1830 - Aufnahme in die Thomasschule; Teilnahme an polit. Unruhen
  • 1831 - Immatrikulation als Student der Musik an der Universität Leipzig; Auseinandersetzung mit dem polnischen Freiheitskampf
  • Frühjahr 1832 - Thomaskantor Christian Theodor Weinlig erklärt Wagners Musik-Unterricht für abgeschlossen; Komposition der Sinfonie C-Dur
  • 1834 - Wagner (seit 1833 Chordirektor in Würzburg) kehrt für 6 Monate nach Leipzig zurück; Bekanntschaft mit dem „Jungen Deutschland"
  • 1834 - Engagement in Magdeburg; Wagner lernt die aus Oederan im Erzgebirge stammende Minna Planer kennen; Hochzeit 1836 in Königsberg

Dresdner Jahre

1842 - 1849

  • 1842 - Rückkehr nach Dresden, Uraufführung des „Rienzi“
  • 1843-1849 - Königlich Sächsischer Hofkapellmeister
  • 1843 - Uraufführung von „Der Fliegende Holländer“; Dirigent der Dresdner Liedertafel; Uraufführung „Das Liebesmahl der Apostel“ in Frauenkirche; Beginn der Freundschaft mit Semper
  • 1844 - Trauermarsch und Rede für Webers Begräbnis in Dresden
  • 1845 - Uraufführung von „Tannhäuser“ am Dresdner Hoftheater
  • 1846 -Urlaub in Graupa; Wanderungen in der Sächsischen Schweiz; Arbeit am „Lohengrin“
  • 1847 - Interesse an den polit. Ereignissen des Vormärz; Idee der Ring-Tetralogie
  • 1848 - Tod von Wagners Mutter in Leipzig; Beginn der Freundschaft mit Liszt; 300-jähriges Kapelljubiläum; erste Entwürfe zum „Ring“
  • 1849 - Teilnahme am Dresdner Mai-Aufstand; Wagner wird steckbrieflich gesucht; Flucht in die Schweiz

Aussöhnung mit Sachsen

1862 - 1881

 

  • 1862 - Amnestie auch für Sachsen; Wagner dirigiert in Leipzig das Vorspiel der „Meistersinger"; Besuch in Dresden
  • 1866 - Tod Minna Wagners in Dresden
  • 1868 - Wagner lernt in Leipzig Friedrich Nietzsche kennen
  • 1871 - Wagner wirbt in Leipzig erstmals für die geplanten Bayreuther Festspiele
  • 1873 - Wagner und seine zweite Ehefrau Cosima besuchen Dresden
  • 1878/1879 - Aufführung des „Ring der Nibelungen" in Leipzig durch Angelo Neumann; Versöhnung Wagners mit seiner Heimatstad
  • 1881 - Besuch mit Cosima und den Kindern Eva und Siegfried in Dresden; Besuch in Leipzig zu Verhandlungen über „Ring"-Tournee mit Neumann

 

Zeitgenossen in Sachsen (Auswahl)

  • Caspar David Friedrich (1774-1840)
  • Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871)
  • Friedrich Brockhaus (1800-1865)
  • Gottfried Semper (1803-1879)
  • Ludwig Richter (1803-1884)
  • Heinrich Brockhaus (1804-1874)
  • Heinrich Laube (1806-1884)
  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
  • Robert Schumann (1810-1856)
  • Franz Liszt (1811-1886)
  • Clara Schumann (1819-1896)
  • Hans von Bülow (1830-1894)
  • Friedrich Nietzsche (1844-1900)