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Marktforschung

Die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH legt großen Wert auf eine genaue Analyse der touristischen Kennzahlen sowie eine breite und qualifizierte Marktforschung. Hier können Sie aktuelle Studien downloaden. Gern schicken wir Ihnen auch die Ergebnisberichte, soweit vorhanden, in Broschürenform zu. Bitte kontaktieren Sie uns bei Bedarf.

7. TMGS Marktforschungstag

Auf dem 7. Marktforschungstag des TMGS am 26.10.2017 in Dresden wurden die Ergebnisse von vier Studien vorgestellt. Bente Grimm vom NIT in Kiel und Matthias Gilbrich (TMGS) stellten ausgewählte Ergebnisse aus dem Modul Reiseentscheidung der Reiseanalyse 2017 vor. Im Anschluss daran präsentierte Bente Grimm Studienergebnisse aus dem zweiten Reiseanalysemodul 2017 zum Thema Content Marketing.

Nadine Reede vom Tourismusmarktforschungs- und Beratungsunternehmen inspektour hatte eine umfangreiche Präsentation aus dem Destination Brand zur Themenkompetenz deutscher Reiseziele und speziell Sachsens und Sachsen Reisegebiete  für die Gäste parat. Darüber hinaus wurden von ihr erste Ergebnisse einer impliziten Befragung zum Reiseland Sachsen vorgestellt. Mit dieser Befragung betraten inspektour und die TMGS methodisches Neuland in Bezug auf die Eigenschaftsbeurteilung von Reisezielen. Weitere Auswertungen dazu werden folgen.

Als vierte Vortragende präsentierte Andrea Kis vom LTV die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Studie Wirtschaftsfaktor Tourismus für Sachsen 2016,  die in regelmäßigen Abständen vom DWIF im Auftrag des SMWA für den LTV erhoben wird.

Die genannten Präsentationen stehen nebenstehend im Bereich Downloads zur Verfügung.

Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen Matthias Gilbrich gerne zur Verfügung.

Die touristische Entwicklung der ersten 10 Monate 2017

Sachsen ist wieder im Aufwärtstrend und liegt mit einem Zuwachs  von 3,7% bei den Übernachtungen  über dem Deutschlandergebnis und das sowohl bei den Übernachtungen aus dem Inland (Sachsen 3,3%, Deutschland 2%) als auch aus dem Ausland (Sachsen 7,1 %, Deutschland 3%).

Sachsen gewinnt dabei Gäste aus allen Kontinenten, 6,6% mehr Ankünfte aus Europa, 10,8% aus Afrika, 17,9% aus Amerika und 24,7% aus Asien, wobei das asiatische Ergebnis stark von den guten Zahlen aus China beeinflusst wird. Mit 39,1% mehr Ankünften und 18,8% mehr Übernachtungen schiebt sich China im Ranking bei den Ankünften auf Platz 6, allerdings mit der niedrigsten Aufenthaltsdauer von 1,5 Tagen.

Der Deutschlandtourismus wächst ebenfalls aus allen Kontinenten, verliert aber nennenswert nur aus den arabischen Golfstaaten, Israel, Norwegen und der Türkei. In Sachsen stellt sich das anders dar. So gibt es aus Norwegen und den arabischen Golfstatten Zuwächse bei den Ankünften, aber Rückgänge bei den Übernachtungen. Aus der Türkei nehmen dagegen die Ankünfte ab, aber die Übernachtungen zu und Israel wächst sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen um die 6%.

Zu Ende Oktober ist die Entwicklung aus Großbritannien, mit -2,9% weniger Ankünften und -8,6% weniger Übernachtungen und aus der Schweiz mit -3,9% weniger Ankünften und –5,0% weniger Übernachtungen kritisch zu sehen.

Betrachtet man die für Sachsen wichtigen Märkte, kommen die großen Übernachtungssteigerungen  nach wie vor aus dem Osten,  aus  Polen (34,4%),  Russland (26,1%), Tschechien (17,7%) und China (18,8%) sowie den USA mit 12,6%.

Betrachtet man die absoluten Zahlen, können wir immer noch doppelt so viele Übernachtungen aus den USA im Vergleich zu China in Sachsen zählen. Die Niederlande führen die Statistik mit 160 T Übernachtungen an, vor den Polen (150 T), den Schweizern (130 T), den USA (128 T) und den Österreichern (127 T). Bei den Ankünften liegen die US-Amerikaner an der zweiten Stelle hinter den Niederländern, gefolgt von den Polen, den Österreichern und den Schweizern.

 Im Oktober selbst  konnten im Vergleich zu den Vormonaten in diesem Jahr nur noch die Städte (plus Region Leipzig) Zuwächse bei den Übernachtungen verzeichnen und hier ragt Leipzig mit 16,3% mehr Ankünften und 17,8% mehr Übernachtungen deutlich heraus.  Dabei verzeichnet Leipzig ein Wachstum von 32,2% mehr Ankünften und 42,8% mehr Übernachtungen aus dem Ausland, eine ungewöhnlich hohe Zahl, wobei es mehrfach zu Steigerungen über 100% kommt, teilweise über 500%, allerdings aus weniger bedeutenden Märkten.

Die Regionen verlieren im Oktober leicht, von 0,5% weniger Übernachtungen im Elbland bis -3,7% Übernachtungen im Erzgebirge. In der Gesamtbetrachtung der ersten zehn Monate liegen aber alle sächsischen Reiseziele im Plus, ein Phänomen, das sich in diesem Jahr schon länger hält.

Schauen wir uns den Saisonverlauf an, sind deutliche Unterschiede zwischen den Sächsischen Regionen festzustellen. So betragen die Unterschiede im Erzgebirge und im Vogtland zwischen schwachen und starken Monaten maximal 3,5% des Übernachtungsvolumens, in der Sächsischen Schweiz sind es 8%. 27,8% des Übernachtungsvolumens in diesem Jahr (bis Oktober) fallen im Erzgebirge auf die ersten drei Monate des Jahres, in der Sächsischen Schweiz sind es hingegen nur 12,3%.

41,2 % der Übernachtungen der ersten 10 Monate in der Oberlausitz  finden in den Monaten Juli bis August statt, in der Sächsischen Schweiz sind  es 40,8%, im Erzgebirge nur 32,4%. So läßt sich schon sehen, dass die Saisonalität unterschiedlich ausgeprägt ist.

40 % der Übernachtungen bis Oktober finden in den Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig statt, wobei Leipzig mit zum Teil großen kontinuierlichen Zuwächsen in den letzten Jahren inzwischen auf 15,8% Marktanteil (bis Ende Oktober) kommt und damit näher an Dresden (22,1% Marktanteil) rückt.

Die beiden Städte beeinflussen natürlich auch das Gesamtergebnis für Sachsen, auch wenn sie sich zum Teil weiter gegenläufig entwickeln.

Der Zuwachs aus Deutschland ist in Leipzig mit 7,3% bei Ankünften und Übernachtungen fast doppelt so hoch wie in Dresden (3,7 % bzw. 3,9%).

Dresden verliert in den ersten 10 Monaten des Jahres massiv aus  dem Vereinigten Königreich an Ankünften (-12,4%) und Übernachtungen (-16,1%), wohingegen Leipzig 3,6 % mehr Ankünfte und nur eine leichten Rückgang bei den Übernachtungen von -2,3% verzeichnet.

Mit über 44.000  Übernachtungen und einer Steigerung von über 30% bei Ankünften und Übernachtungen positioniert sich die USA als Top 1 der internationalen Quellmärkte in Leipzig. In Dresden beträgt das Wachstum bei den Ankünften aus den USA  nur 9,7% und bei den Übernachtungen gar nur 1,7%. Damit kommen die USA mit über 70.000 Übernachtungen in Dresden ebenfalls auf  Platz 1. Es folgen bei den Übernachtungen in Dresden die Schweiz (62.228), Österreich (57.241), Polen (45.740), die Niederlande (43.965) und China (42.423). In Leipzig sind es die ebenfalls die Schweizer (32.629), dann folgen aber die Briten (31.537), die Niederländer (30.165)  und die Österreicher  (29.983). Polen mit 25.000 Übernachtungen und China mit 9.000 Übernachtungen spielen eine deutlich geringere Rolle. Das war nicht immer so. Polen war eine Zeit lang der einzige ausländische Quellmarkt, aus dem Leipzig mehr Volumen generieren konnte als Dresden. China und Japan verlieren in Leipzig.

In Dresden fällt wiederum auf, dass die Ankünfte aus verschiedenen Märkten zum Teil deutlich stärker steigen als die Übernachtungen. Glücklicherweise  ist die Tendenz, trotz Ankunftssteigerungen einen Übernachtungsrückgang feststellen zu müssen, anscheinend gestoppt. Auch wenn die Schweiz, Österreich und die Niederlande für Dresden starke Quellmärkte sind, ist in allen drei Märkten über das gesamte Jahr hinweg ein Rückgang zu konstatieren. Die großen Zuwächse kommen aus dem Osten, Russland, China, Polen und Tschechien.

Nicht nur die Oktoberzahlen an sich, auch die Entwicklung über das gesamte Jahr läßt  vermuten, dass sich das Ergebnis am Ende des Jahres für alle sächsischen Reiseziele positiv darstellen wird.

Einige Grafiken und Tabellen zur Entwicklung finden Sie hier

Tourismusbilanz 2016

Eine moderate Steigerung der Gästeankünfte um 1,2 Prozent in Beherbergungsunternehmen mit zehn und mehr Betten bescherte Sachsen im Jahr 2016 einen neuen Rekord von knapp 7,5 Millionen Gästen. Diese buchten 18.750.390 Übernachtungen. Das waren 0,1 Prozent mehr als im Jahr 2015, aber knapp 150.000 weniger als im Jahr 2014.

Es kommen immer mehr Besucher in den Freistaat, diese bleiben aber immer kürzer. Im Jahr 2014 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer noch 2,6 Tage, mittlerweile liegt sie bei 2,5 Tagen. Im Jahr 2003 hatte sie noch bei 2,8 Tagen gelegen. Die Beliebtheit als Kurzreiseziel schlägt sich in dem Ergebnis nieder.

Der Blick in die Statistik der Sächsischen Reisegebiete weist für die Sächsische Schweiz die höchsten Zuwächse aus. Hier stieg die Zahl der Gäste 2016 um 3,8 Prozent, die der Übernachtungen um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vogtland waren es 3,2 Prozent mehr Gäste und 2,1 Prozent mehr Übernachtungen. Auch das Erzgebirge entwickelte sich durchgehend positiv: 3,1 Prozent mehr Gäste und 1,1 Prozent mehr Übernachtungen. In der Oberlausitz stand einem Gästeplus von 2,1 Prozent ein Rückgang bei den Übernachtungen von minus 1,7 Prozent gegenüber. Nur im Sächsischen Elbland mit 2,9 Prozent weniger Gästen und 0,2 weniger Übernachtungen sowie im Sächsischen Burgen- und Heideland mit minus 3,6 Prozent Gästen und minus 4,0 Prozent Übernachtungen, gingen sowohl die Übernachtungen als auch die Ankünfte zurück. Im Elbland wird dies in erster Linie mit dem doch massiven Rückgang an Übernachtungskapazitäten erklärt.

Bei den drei großen Städten war einmal mehr Leipzig der Gewinner mit 2,4 Prozent mehr Gästen und 2,5 Prozent mehr Übernachtungen im Jahr 2016. 2,4 Prozent mehr Gäste konnte auch Chemnitz begrüßen, allerdings gingen die Übernachtungen weiter zurück und zwar um minus 5,9 Prozent. Die Landeshauptstadt Dresden verzeichnete im vergangenen Jahr erstmals wieder ein leichtes Gästeplus von 0,5 Prozent, die Übernachtungen gingen aber noch einmal leicht um minus 0,8 Prozent zurück.

Bei ausländischen Gästen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. 873.964 Gästeankünfte im Jahr 2016 bedeuteten ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ging die Zahl der Übernachtungen um minus 0,8 Prozent auf 1.891.323 zurück. China war beispielsweise in den vergangenen Jahren der Quellmarkt mit den höchsten Zuwächsen. 2016 kamen noch einmal stattliche 12,6 Prozent mehr Gäste aus China nach Sachsen, wohingegen es deutschlandweit einen Gästerückgang aus China gab. Doch trotz des hohen Zuwachses in Sachsen, ging die Zahl der von chinesischen Gästen generierten Übernachtungen um minus 8,6 Prozent zurück - in Deutschland hingegen stieg sie um 1,6 Prozent an. Die Gründe dafür sind vielfältig und in erster Linie vom Reiserouting der Reiseveranstalter geprägt. Dieses hängt wiederum an verschiedenen Faktoren, beispielsweise den aktuellen Fluganbindungen oder den unterschiedlichen Hotelpreisen in der Städten Europas.

Insgesamt verlief die Entwicklung aus dem Ausland uneinheitlich. Von den Top 6-Auslandsmärkten, die deutlich über 100.000 Übernachtungen im Jahr in Sachsen generieren, erzielte Polen mit einem Plus von 8,6 Prozent zusätzlichen Gästen und 9,2 Prozent mehr Übernachtungen klar die höchsten Zuwächse. Auch aus der Schweiz und Österreich gab es sowohl mehr Gäste (+1,1 beziehungsweise +1,5 Prozent), als auch Übernachtungen (+2,4 beziehungsweise +5,0 Prozent). Rückläufig waren die Gäste- und Übernachtungszahlen dagegen aus dem Top-Markt Niederlande - mit minus 2,3 Prozent Gästen und minus 6,2 Prozent Übernachtungen). Diese Verluste waren besonders schmerzhaft, da die letzten Jahre immer von erfreulichen Zuwächsen aus dem Markt geprägt waren. Dabei haben Leipzig und Dresden noch Gäste und Übernachtungen in nicht unbeträchtlicher Größenordnung gewonnen. Verloren haben wir die Niederländer im ländlichen Raum besonders in den Sommermonaten.

Rückgänge verzeichnete Sachsen -  entgegen dem Bundestrend  - leider auch aus den USA (-5,0 Prozent Gäste und -6,5 Prozent Übernachtungen) und Großbritannien (-1,1 Prozent Gäste und -4,7 Prozent Übernachtungen). Aus Russland gab es noch einmal ein kleines Minus von 1,6 Prozent weniger Gästen. Hier scheint jedoch die Talsohle durchschritten, denn im vierten Quartal 2016 drehten sich die Zahlen. Insgesamt sind internationalen Gäste bzw. Übernachtungen vorwiegend in den Städten zu finden, wobei Dresden fast doppelt so vielen internationale Gäste beherbergt wie Leipzig.

Einzelne Ergebnisse  und Zahlen sind hier in Form von Grafiken dargestellt.

Studien von der ITB 2017

Auf der diesjährigen ITB wurden wieder zahlreiche Studien und Untersuchungen vorgestellt.

Ob Terror das Reiseverhalten beeinflusst, war eine der zentralen Fragen der RA 2017. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Terror weniger zu einem Reiseverzicht führt, aber zu Reisezielverschiebungen. Im Mittelmeerraum gewinnen Griechenland und Spanien, aber auch das Inland und einige deutsche Nachbarn können Zuwächse bei den deutschen Urlaubsreisen verzeichnen. Sachsen liegt insgesamt auf Platz 8 der innerdeutschen Ziele.

Wovon sich die deutschen Urlauber bei der Reiseplanung inspirieren lassen, war eines der Sondermodule. Generell wirken Fotos vor Texten und Videos, die Tonalität sollte seriös und informativ sein. Im Sommer erwarten wir Sachsen-spezifische Ergebnisse. Die Zusammenfassung der Ersten Ergebnisse der Reiseanalyse 2017 kann man sich hier herunterladen.

Wie die Reiseströme weltweit aussehen, untersucht die IPK im World Travel Monitor. Auch weltweit verlieren Reisegebiete, die Ziele von Terrorangriffen waren. Aber das generelle Reisevolumen wächst auch weiterhin. Europa ist nach wie vor der größte Quellmarkt, Deutschland liegt nach Spanien und den USA weltweit auf Platz 3. Eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse ist hier zu finden. Der IPK World Travel Trend Report 2016/2017 hier.

Auch der ADAC veröffentlicht auf der ITB die Ergebnisse seiner Trendforschung im Reisemarkt 2017, einer Befragung von 3.250 ADAC-Mitgliedern zu ihren Urlaubsreisen ab 5 Tagen Dauer und ihren Urlaubsplanungen. Auch diese Studie kommt zu der Erkenntnis, dass nicht auf das Reisen, aber auf den Besuch bestimmter Reiseziele verzichtet wird. Die Buchung über ein Internetportal steht bei den Befragten immer an zweiter Stelle im Ranking. Bei Reisen nach Deutschland, Österreich oder Italien wird häufiger beim Unterkunftsanbieter direkt gebucht, bei Reisen nach Spanien, USA oder Griechenland im Reisebüro. Die komplette Präsentation der Ergebnisse ist hier zu finden.

So berichtet auch das türkische Statistikinstitut Turkstat, dass 2016 30 % weniger Deuschte in die Türkei gereist sind, ein Rückgang von 5,6 Mio. Gästeankünften auf 3,9 Mio.

Nicht nur die Autofahrer, auch die Radfahrer werden zu ihrem Reiseverhalten befragt. Die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2017 berichtet über einen Anstieg der Radreisen 2016 um 16% und prognostiziert einen weiteren Anstieg 2017, vorzugsweise auch in Deutschland. Zum 13. Mal in Folge wurde der Elberadweg mit deutlichem Abstand als beliebtester Radfernweg in Deutschland gekürt. Die gesamte Studie ist hier einzusehen.

Interessant war auch ein Vortrag von Dr. Axel Jockwer, der sich mit dem Ende der Hotelbewertung beschäftigt.  Wer ihn sich anschauen will, kann das hier tun.

Gästebefragung Sachsen 2015/2016

Von Juni 2015 bis Mai 2016 wurden auf die Monate verteilt insgesamt 3.860 Touristen zu ihren Urlaubsaufenthalten in Sachsen befragt, 2.433 davon vor Ort und 1.427 online. Die Online-Stichprobe ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren, vor Ort wurden ebenso deutsche Urlaubsreisende ab 14 Jahren befragt. Ausländische Reisende konnten in der Untersuchung nicht berücksichtigt werden, da die vorgesehene Fallzahl keine validen Aussagen zu einzelnen Märkten zugelassen hätte.

Dabei ging es nicht nur um die Abfragen zum allgemeinen Reiseverhalten nach Unterkunftsart, Verkehrsmittel der Anreise oder Informationsquellen, der Schwerpunkt lag auf der Einschätzung der Zufriedenheit unterschiedlicher Angebotsfacetten, wie beispielsweise der Qualität und Vielfalt der Gastronomie, dem Kulturangebot oder den Sportangeboten.

Darüber hinaus wurde untersucht, welche Eigenschaften denn wichtig sind, damit die Gäste eine gute Bewertung abgeben, Sachsen bzw. eine Region in Sachsen als Reiseziel weiterempfehlen oder sie selbst wieder besuchen zu wollen, zusammengefasst als Loyalität.

Daraus sind über 5.000 Tabellen entstanden. Einige ausgewählte Ergebnisse mit entsprechender Kommentierung wurde nun in dem über 200 Seiten umfassenden Gesamtbericht veröffentlicht, wobei jeder Sächsischen Tourismus-Destination ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

In diesen Kapiteln wird deutlich, worin sich die sächsischen Reiseziele voneinander unterscheiden und welche Eigenschaften für die eine Region wichtiger sind als für andere.

Für Sachsen insgesamt sind die Geschichte der Region sowie die kulturellen Sehenswürdigkeiten die wichtigsten Angebotseigenschaften für die Loyalität zu Sachsen, d.h. die Gesamtbewertung, die Weiterempfehlungsbereitschaft und die Wiederbesuchsabsicht.

Am besten bewertet wird aber die Gastfreundschaft. Dies zieht sich mehr oder weniger durch sämtliche sächsischen Regionen durch. Daneben sind sowohl die Landschaft und Natur, aber auch die Vielfalt und Qualität des gastronomischen Angebotes und die Qualität der Übernachtung die wichtigsten Loyalitäts-Treiber, die gleichzeitig auch die besten Bewertungen erhalten.

Dabei unterscheiden sich die Regionen deutlich voneinander. So erreicht beispielsweise das Sächsische Elbland in 13 von den 15 abgefragten Zufriedenheitsaspekten eine Top-Bewertung unter den ersten drei, die Sächsischen Schweiz in 11 von 15 und das Vogtland in 9 von 15, die Oberlausitz hingegen kann sich in keiner Kategorie unter den ersten drei platzieren.

Bei den Sportangeboten, Radwegen und Mountainbike-Strecken, Wellness- und Beauty-Angeboten sowie den Angeboten und Betreuung für Kinder  fällt die Bewertung für Sachsen unterdurchschnittlich aus, die Angebotsfacetten spielen aber für die Loyalität auch nur eine geringe Rolle.

Wichtiger für die Loyalität sind die Veranstaltungs- Unterhaltungs- und Kulturangebote. Hier gibt es noch einiges Verbesserungspotential in der Bewertung. Die Verkehrsanbindung wird von über 80% mit gut oder sehr gut bewertet, spielt jedoch - anders als vielleicht vermutet - nur  eine untergeordnete Rolle in Bezug auf die Gesamtbewertung, Wiederbesuchsabsicht oder Weiterempfehlungsbereitschaft.

Die Zielgruppen spezifische Analyse zeigt, dass die Rad- und Wanderurlauber sowie die Kultururlauber sich besonders von Sachsen begeistern lassen, denn die Zufriedenheitswerte mit dem sächsischen Angebot liegen in diesen Zielgruppen besonders hoch.

Heruntergebrochen auf die einzelnen sächsischen Reisziele lassen sich die Ergebnisse noch weiter differenzieren.

Ausgewählte Ergebnisse zu Sachsen und den sächsischen Reisegebieten sind nun im Gesamtbericht erschienen, den auch im Downloadbereich auf dieser Seite digital zur Verfügung steht. Die Fülle der Daten bietet vielfältige weitere Auswertungsmöglichkeiten, die die TMGS gerne, soweit möglich und sinnvoll, auf Anfrage vornimmt.

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Destination Monitor 2016

Für das Bundesland Sachsen liegen, anders als für die Sächsischen Regionen, jährlich Daten zum Reiseverhalten aus dem Destination Monitor vor. Gegenüber 2015 verliert Sachsen an Übernachtungen in nahezu allen Segmenten, bis auf die Urlaubsreisen mit vier und mehr Übernachtungen. Auch bei den Geschäftsreisen verliert Sachsen an Übernachtungen, gewinnt aber an geschäftlichen Tagesreisen. Mit dem Rückgang insgesamt verliert Sachsen auch Marktanteile am Gesamtmarkt bei den Übernachtungsreisen, den Tagesreisen und den Aufenthaltstagen.
Dabei weist Sachsen gegenüber dem Bundesdurchschnitt mit 46% einen um 6 % höheren Anteil an Übernachtungen bei den nicht gewerblichen Übernachtungen
Bei der Bewertung Sachsens als Reiseziel sind die Sachsen-Werte stabil geblieben, im Ranking hat Sachsen bei der Gesamtbewertung jedoch einige Plätze eingebüßt.
Der Übernachtungszuwachs bei den Urlaubsreisen und die leicht von 73€ auf 74 € gestiegenen durchschnittlichen Tagesausgaben führen, nach einem Rückgang 2015, wieder zu einem Anstieg der Wertschöpfung auf das Niveau von 2014.
In Bezug auf die Aktivitäten festigt Sachsen das Image als Kulturreiseland. Die kulturellen Aktivitäten liegen weit über dem Bundesdurchschnitt. Das Wandern als Aktivität gewinnt deutlich und liegt erstmals über dem Bundesdurchschnitt.
Der Destination Monitor 2016 beschäftigt sich mit dem Sonderthema Natururlaub. 60% aller Urlaubsreiseübernachtungen in Sachsen werden in Zusammenhang mit einem mit Natururlaub gesehen.
Der Natururlauber in Sachsen ist etwas älter als der Durchschnitt der Sachsenurlauber, er bevorzugt häufiger die Ferienwohnung als Unterkunft und reist verstärkt mit dem Pkw in die Flächenregionen. Sämtliche Informationsquellen werden gleichviel oder häufiger genutzt, besonders das Internet. Gebucht wird hingegen traditioneller per Telefon/Fax oder Email, bevorzugt beim Vermieter direkt.
Eine grafische Aufbereitung ausgewählter Daten aus dem Destination Monitor Sachsen 2016 steht hier zum Download bereit.

Destination Brand 2016 - Themenkompetenz deutscher Reiseziele

Die 2016er Ausgabe der Destination Brand –Studienreihe untersucht nach drei Jahren nun zum wiederholten Mal die Themenkompetenz deutscher Reiseziele. Mit dieser dritten Messung ist es möglich, die Ergebnisse in der Entwicklung über einen Zeitraum von sechs Jahren zu vergleichen.

2016 wurden Insgesamt 172 Reiseziele untersucht. Dazu wurden 17.000 Personen von der GfK online befragt, sie bilden einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Bevölkerung im Alter von 14 bis 74 Jahren ab.

Neben den für alle Destinationen abgefragten Standardthemen Gesundheit, Kulinarik, Kultur, Natur und Wellness wurde für Sachsen zusätzlichen die Eignung für die Themen Events, Familienurlaub, Filmtourismus, Auf den Spuren Luthers, Rad fahren, Städtereise und Wandern untersucht.

Beim allgemeinen Interessenpotential stehen die Themen „sich in der Natur aufhalten“ und „Städtereise“ mit 67% bzw. 66% an den ersten beiden von 61 Plätzen. Martin Luthers Spuren und der Filmtourismus hingegen mit Platz 49 und 50 auf den hinteren Plätzen. Auch das Thema Industriekultur, das nicht explizit für Sachsen abgefragt wurde, erreicht beim allgemeinen Interesse nur Rang 35.

Dabei hat das Interesse an allen Standard-Themen im Vergleich zu 2013 durchgängig nachgelassen. Bei den Themen Städtereisen und Wandern ist es hingegen gestiegen, so wie auch bei Luther und Film, allerdings nur auf sehr niedrigem Niveau.

Sachsen erreicht auf einer Skala von 1 (gar nicht geeignet) bis 5 (sehr gut geeignet) bei allen abgefragten Themen Werte zwischen 3,3 bei Filmtourismus bis 4,1 für die Städtereise. Dabei stufen diejenigen, die Sachsen schon besucht haben, bei nahezu allen Themen die Eignung besser ein als die Themen-Interessierten oder alle Befragten. Die Ausnahme bildet das Thema Luther. Her sprechen die Themeninteressierten Sachsen eine deutlich bessere Eignung zu als die Besucher der Vergangenheit, was dafür spricht, dass es sich wirklich um ein Spezialthema für Kenner handelt.

Bei den Standardthemen sowie bei der Städtereise, dem Thema Wandern und Radfahren ist der Eignungszuspruch von 2010 zu 2016 durchgängig gestiegen, in den letzten 3 Jahren jedoch bei allen Themen bis auf die Kulinarik gesunken.

Von allen Standardthemen erreicht Sachsen nur beim Kultururlaub mit Rang 4 eine Platzierung unter den TOP 10 von 103 abgefragten Regionen. Bei den anderen Themen liegt Sachsen mit kleinen Abweichungen auf dem Bundesniveau der Regionen. Natur und Kulinarik liegen etwas darüber.

Eine grafische Aufarbeitung der Studie für die Sächsischen Ergebnisse steht hier bereit..

Daten zum Campingtourismus in Sachsen

Für das Thema Campingtourismus in Sachsen wurde aus verschiedenen Studien, u.a,. der Reiseanalyse und der Gästebefragung Sachsen Daten in einer Präsentation zusammengestellt, die hier einzusehen ist.

6. Marktforschungstag der TMGS

Auf dem 6. Marktforschungstag des TMGS am 27.10.2016 in Dresden wurden die Ergebnisse zweier Studien vorgestellt. Bente Grimm vom NIT in Kiel und Anne Köchling vom IMT in Heide stellten die Studie "Übernachtungstourismus in Sachsen 2016: Rückblick und Ausblick" vor. Diese integrative Studie basiert vorrangig auf den Erhebngen der Reiseanalyse 2016 und des Destination Monitors 2015, bezieht aber auch weitere Untersuchungen und Sonderthemen, beispielsweise zum touristischen Image Sachsens mit ein. Die gesamte Studie steht nebenstehend im Bereich Downloads zur Verfügung.

Anschließend präsentierte Roland Gaßner von der Gfk, dem weltweit viertgrößten Marktforschungsunternehmen,  ausgewählte Ergebnisse  aus der TMGS-Gästebefragung 2015/2016. Da die TMGS mit der GfK bei dieser Gästebefragung methodisches Neuland betreten hat, erforderten  Aufbereitung und  Auswertung der Daten einen erheblich höheren Aufwand als geplant.  Ausgewählte  Ergebnisse der Gästebefragung für Sachsen und die Regioen sind nun im Ergebnisbericht veröffentlicht und stehen im Downloadbericht digital zur Verfügung.

Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen Matthias Gilbrich gerne zur Verfügung.

Aktuelle Marktforschungstätigkeit der TMGS

Damit der sächsische Tourismus die gesetzten Ziele auch künftig erreichen kann, ist eine immer professionellere Marktforschung eine unverzichtbare Basis und zwar sowohl im Hinblick auf die Landesebene, als auch im Hinblick auf die touristischen Destiantionen in Sachsen. Die TMGS hat daher in den letzten beiden Jahren Dank der vom SMWA zur Verfügung gestellten Mittel die Marktforschung sowohl für sich selbst, als auch für ihre Gesellschafter (also die Destinationen) massiv ausgebaut und wird dies auch in den nächsten beiden Jahren fortsetzen.

Reiseanalyse

Selbstverständlich wird die TMGS ihre bisherige Zusammenarbeit mit der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. im Hinblick auf die seit 1971 jährlich erhobene Reiseanalyse und ihre thematischen Spezialmodule weiter fortsetzen.

Dies gilt auch für die Sonderauswertungen für Sachsen durch das NIT Kiel. Die Reiseanalyse liefert aus Sicht der TMGS wie kein anderes Marktforschungstool Erkenntnisse über das Verhalten und die Erwartung von Reisenden im Hinblick auf die einzelnen Urlaubsarten und Angebote wie Aktiv-, Vital- oder Familienurlaub, Wellnessangebote sowie Kultur- und Städtereisen usw., die für die Produktentwicklung auch in Sachsen wichtig sind. 

Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus

Auch beim Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus, ab dem Jahr 2006 die erste deutschlandweite Gästebefragung, war die TMGS bzw. Sachsen von Anfang an dabei - im Erhebungszeitraum 2011/2012 nicht nur wie bis dahin mit 1000 Interviews, sondern mit knapp 4000 Interviews in- und ausländischer Urlauber in Sachsen, was erstmals auch Aussagen für die neun touristischen Destinationen in Sachsen ermöglicht hat. Anfang Dezember 2013 sind vom dwif in München, das den Qualitätsmonitor wissenschaftlich auswertet, in drei Veranstaltungen in Annaberg-Buchholz, Leipzig und Radeberg die Ergebnisse zur Zufriedenheit, Angebotsnutzung und Interessen der Gäste in den sächsischen Reisezielen präsentiert worden.