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Max Peiffer Watenphul - Vom Bauhaus nach Italien

Auf einen Blick

  • Chemnitz
  • 24.05. – 12.06.2022Terminübersicht
  • 11:00 - 18:00
  • Ausstellung, Kunst und Kultur

Das Museum Gunzenhauser widmet einem besonders eigenwilligen Bauhaus Schüler eine retrospektive Ausstellung: Max Peiffer Watenphul.

Das Museum Gunzenhauser widmet einem besonders eigenwilligen Bauhaus Schüler eine retrospektive Ausstellung: Max Peiffer Watenphul. Ursprünglich zum Juristen ausgebildet, interessierte er sich stärker noch für die Kunst und kam durch Vermittlung von Paul Klee als junger Mann ans Bauhaus. Aufgrund seines großen Talents erhielt er dort schnell Zugang zu den verschiedenen Werkstätten und entwickelte eine singuläre figürliche Stil- und Formensprache. Von der Kunstgeschichte bisher zu wenig beachtet, entdeckt die Ausstellung im Museum Gunzenhauser den Künstler neu und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf Peiffer Watenphuls exzellente Vernetzung innerhalb der künstlerischen Avantgarde in Deutschland. Peiffer Watenphul fand zur Malerei in der Auseinandersetzung mit der Zeitschrift Valori Plastici und mit Paul Klee. Als Bauhausstudent der ersten Stunde zählte der 23-Jährige schnell zu den besonders befähigten und begünstigten Studierenden. Am Ende seines Studiums hatte er mit zahlreichen Gemälden, Arbeiten auf Papier, Emailarbeiten und Textilkunstwerken bereits ein umfangreiches Frühwerk geschaffen. Zeitgleich war er auf dem Kunstmarkt erfolgreich und konnte sich als freischaffender Künstler etablieren. Nach dem Studium folgten Jahre des Reisens, in denen er neue Eindrücke aus Ländern wie Mexiko, Frankreich und Jugoslawien in seine Bildwelt übernahm. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die meisten seiner Bilder aus den Museen entfernt. 1946 ging er zu Fuß über den Brenner nach Venedig. Hier entstanden zahlreiche Stadtansichten, in denen Peiffer Watenphul in Umfang und Dichte eine radikal neue Auseinandersetzung mit dem Thema »Stadtlandschaft« verfolgt, das sich auch in der Verwendung ungewöhnlicher Formate niederschlägt. Die vielfältigen Kontakte zu Künstler:innen, Galerist:innen, Literat:innen und Intellektuellen prägten sein Werk. Immer wieder drängte es ihn zum geistigen Austausch etwa mit Johanna Ey, Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Kurt Schwitters oder Grete Willers. Die Freundschaft mit Otto Dix förderte etwa Peiffer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Carolin Nitsche T +49 (0)371 488 4474 carolin.nitsche@stadt-chemnitz.de Generaldirektor Dr. Frédéric Bußmann Museum Gunzenhauser Anja Richter Stollberger Straße 2, 09112 Chemnitz T +49 (0)371 488 7024 gunzenhauser@stadt-chemnitz.de kunstsammlungen-chemnitz.de Öffnungszeiten Di, Do–So, Feiertag 11–18 Uhr, Mi 14–21 Uhr Führungen info.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de Max Peiffer Watenphul Vom Bauhaus nach Italien 6. März – 12. Juni 2022 Museum Gunzenhauser Seite 2 Watenphuls Auseinandersetzung mit dem Porträt. Alexej von Jawlensky bestärkte ihn darin, Farbe in seine Bilder aufzunehmen. Jedoch erzählt nicht nur Peiffer Watenphuls künstlerische Entwicklung und Bildsprache von Begegnungen, auch die vielen gegenseitig geschenkten Werke und Porträts weisen auf Freundschaften, enge Beziehungen und wechselseitige Wertschätzung hin. Erstmals werden in der Ausstellung Werke der privaten Sammlung des Künstlers in den Dialog mit den Arbeiten des Künstlers gestellt. Mit 64 Gemälden und Grafiken, von internationalen Leihgebern ebenso wie aus den Beständen der Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser, wird das gesamte malerische Werk des Künstlers in Chemnitz präsentiert. Anlässlich der Ausstellung erscheint im Sandstein Verlag ein umfangreicher Katalog auf Deutsch und Englisch mit zahlreichen Illustrationen sowie Texten von Florian Korn, Anja Richter und Michael Semff .

Veranstaltungen zur Ausstellung /Thematische Führungen
Mittwoch, 9. März 2022, 18:30 Uhr: Eine nachhaltig prägende Lehrzeit. Max Peiffer Watenphul am Staatlichen Bauhaus in Weimar Florian Korn, wissenschaftlicher Volontär Museum Gunzenhauser Mittwoch, 6. April 2022, 18:30 Uhr: Max Peiffer Watenphul und sein künstlerisches Netzwerk Anja Richter, Kuratorin Museum Gunzenhauser
Mittwoch, 27. April 2022, 18:30 Uhr: »Eine umfangreiche geistige Welt«. Max Peiffer Watenphul nach 1945 Michael Semff, künstlerischer Leiter des Archivs Peiffer Watenphul, München

Bauhaus Labor »Spiel wird Fest – Fest wird Arbeit – Arbeit wird Spiel« Parallel zur Ausstellung lädt das eigens eingerichtete Bauhaus Labor Groß und Klein zur spielerischen Auseinandersetzung mit den künstlerischen Ideen des Bauhauses und den Bildstrategien Max Peiffer Watenphuls ein.

Weitere Termine

Kontakt

Museum Gunzenhauser - Kunstsammlungen Chemnitz
Falkeplatz/ Stollberger Str. 2
09112 Chemnitz

Kontakt:
Tel.: +49 (0) 371 4887024
Fax: +49 (0) 371 4887099
E-Mail:
Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

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