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Veranstaltungshöhepunkte „Reformation und Kunst“

„Lucas Cranach und die Motive der Reformation“
bis 31. Dezember 2017, Museum der Bildenden Künste Leipzig

Das Museum der bildenden Künste Leipzig verfügt mit 18 Gemälden, zehn Zeichnungen und 59 Druckgrafiken über einen außerordentlich beeindruckenden Cranach-Bestand, um dieses markante Spektrum von Auftraggebern der Reformationszeit zu veranschaulichen. Wer mit Cranach-geschultem Blick durch das Museum geht, kann dabei Motiven und Themen der Reformation, ihrem Fortleben und ihrer Verwandlung nachspüren. Die Ausstellung „Lucas Cranach und die Motive der Reformation“ hilft dabei. Sie ist noch bis zum 31. Dezember zu sehen.

"Gottes Werk und Wort vor Augen. Kunst der Reformationszeit."
bis 1. Januar 2018, GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Anlässlich des Reformationsjubiläums lädt das Grassi Museum für Angewandte Kunst in Leipzig seine Besucher noch bis 1. Januar 2018 dazu ein, ausgewählte Objekte, die in der ständigen Ausstellung "Antike bis Historismus" präsentiert werden, im historischen Kontext neu zu entdecken. Zu den rund 30 Exponaten der Sonderausstellung "Gottes Werk und Wort vor Augen. Kunst der Reformationszeit." zählen Skulpturen, Werke der Gold-schmiedekunst, keramische Arbeiten, Objekte aus Zinn sowie Münzen und Medaillen. Sie werden dem Besucher durch ein Wegeleitsystem gesondert erschlossen und in der Ausstellung hervorgehoben.

„Erneuerung und Eigensinn – Zwickaus Weg durch die Reformation“
18. Februar bis 28. Mai 2017, Kunstsammlungen Zwickau, Max-Pechstein-Museum

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts regierte in Zwickau ein Rat, der vor allem humanistisch geprägt war und den Reformideen Luthers sehr aufgeschlossen gegenüberstand. Zwickau darf heute zu Recht als zweite Stadt nach Wittenberg gelten, in der sich die Reformation vollständig durchsetzte.

In der Ausstellung „Erneuerung und Eigensinn – Zwickaus Weg durch die Reformation“ vom 18. Februar bis 28. Mai werden bedeutende Archivalien, bibliophile Schriften und Drucke, Kunstwerke und Objekte aus der Ratsschulbibliothek, dem Stadtarchiv und den Zwickauer Museen zusammengeführt und im Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums in den Kunstsammlungen Zwickau präsentiert. Anschaulich aufgearbeitete Themenbereiche ermöglichen einen abwechslungsreichen Rundgang durch diesen bedeutenden Abschnitt der Zwickauer Stadtgeschichte – von der Ausgangslage um 1500, über Luthers und Müntzers Wirken, die Umsetzung der Reformation, zum Bruch mit Luther und bis zu den Reformationsjubiläen.

„Der neue Glaube und die Kunst. Reformation und Konfessionalisierung im Spiegel der Kirchenausstattung.“
19. März bis 28. Mai 2017, Schloßbergmuseum / Kunstsammlungen Chemnitz

Die Einführung der Reformation brachte tief greifende Veränderungen in den Alltag der Kirchgemeinden, in ihre Gottesdienste und damit auch in die Ausstattung der Kirchenräume. Zahlreiche, oftmals sehr wertvolle Stücke waren plötzlich entbehrlich und verschwanden nach und nach, dafür wurden andere aufgewertet oder überhaupt neu angeschafft. Aufbauend auf der ständigen Ausstellung „Gotische Skulptur in Sachsen“ zum sächsischen Kunstschaffen zwischen 1460 und 1530, zeigt das im ehemaligen benediktinischen Reichskloster zu Chemnitz untergebrachte Schloßbergmuseum in der Sonderausstellung „Der neue Glaube und die Kunst. Reformation und Konfessionalisierung im Spiegel der Kirchenausstattung.“ vom 19. März bis 28. Mai Kontinuität und Wandel in Ritus und Kultus in der Zeit nach Einführung der Reformation in Chemnitz im Jahre 1539.

„Luther, Lieder und Kanzlei“
8. April bis 5. November 2017, Stadtmuseum Meißen

Die Ausstellung „Luther, Lieder und Kanzlei“ vom 8. April bis 5. November im Stadtmuseum Meißen, das in einem ehemaligen Franziskanerkloster untergebracht ist, entwirft im Gegensatz zu anderen Ausstellungen ein „Alltagsbild“ der Reformation und zeigt konkret auf, wie sehr sich das Leben der Meißner Bürger durch dieses Ereignis veränderte. Aber sie beleuchtet auch einen anderen Aspekt: Für seine Bibelübersetzung verwendete Luther die „Meißner Kanzleisprache“, die somit zur Grundlage für eine einheitliche deutsche Sprache wurde. Luther trat dabei mit großem Wortreichtum und eigenen Schöpfungen hervor, die heute zum allgemeinen Wortschatz gehören. Gleichzeitig wird die Ausstellung „Jan Hus und seine Zeit“ präsentiert.

„Torgau – Residenz der Renaissance und Reformation“
19. Mai bis 31. Oktober 2017, Schloss Hartenfels Torgau

Als Residenz der sächsischen Kurfürsten aus der Linie der Ernestiner war Torgau das politische Zentrum der Reformation. Nach dem Übergang der Kurwürde an die Albertiner verlor die Stadt zwar an Bedeutung, blieb aber als Nebenresidenz für die Reformation in religiöser und politischer Hinsicht wichtig. Die Sonderausstellung „Torgau – Residenz der Renaissance und Reformation“ vom 19. Mai bis 31. Oktober widmet sich der Rolle Torgaus als Residenz  Gezeigt werden ausgewählte Prunkstücke aus der Dresdner Rüstkammer. Darüber hinaus wird Torgau als Zentrum der Goldschmiedekunst thematisiert, wie mit der „Torgauer Apotheke“, einem indischen Perlmutterkästchen in der Fassung und Ausstattung eines Torgauer Goldschmieds.

„Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz"
30. Juli 2017 bis 7. Januar 2018, Klosterkirche Zittau

Der überaus reiche und jüngst restaurierte Bestand an Epitaphien des 16. Jahrhunderts für Bürger verschiedener Stände ist eine Besonderheit Zittaus. Sie gestatten einen eindrucksvollen Blick in die Lebenswelten des Reformationszeitalters. Sie wurden geschaffen für einzelne Personen oder ganze Familien und zeugen auf intime und anrührende Weise vom Glauben und Hoffen der Menschen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Präsentiert wird der Epitaphienschatz in der zu diesem Anlass restaurierten Zittauer Franziskanerklosterkirche. Eingebettet werden diese herausragenden Kunstwerke in die Inszenierung der vielfältigen und ungewöhnlichen Reformationsgeschichte der Oberlausitz.

Neue Dauerausstellung „Standfest. Bibelfest. Trinkfest. Johann Friedrich der Großmütige – der letzte Ernestiner Kurfürst.“
Ab 10. September 2017, Schloss Hartenfels Torgau

 Zum ersten Mal öffnet am 10. September in den Kurfürstlichen Gemächern und im legendären Flaschenturm von Schloss Hartenfels eine Dauerausstellung: „Standfest. Bibelfest. Trinkfest. Johann Friedrich der Großmütige – der letzte Ernestiner Kurfürst.“ rückt die Bedeutung Torgaus als Machtzentrum der Reformation und als Ort höfisch-architektonischer Repräsentation von europäischem Rang ins Zentrum einer modernen Exposition. Sie erschließt in einer umfassenden, multimedial unterstützten Präsentation den authentischen Ort in seiner außerordentlichen historischen Dimension. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige und seine Gemahlin Sibylle von Cleve. Der letzte ernestinische Kurfürst residierte in den Jahren von 1533 bis 1547 vornehmlich in Torgau und gilt als führender weltlicher Wegbereiter der Lehre Martin Luthers in seiner Zeit.